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Bad Salzungen – „Ich möchte Ihnen heute zeigen, warum es wichtig ist, dass Sie als Patienten mit Atemwegsbeschwerden Sport treiben“, begann Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin der II. Medizinischen Klinik im SRH Wald-Klinikum Gera, ihren Vortrag über Sport in der Rehabilitation von Atemwegserkrankungen. Etwa 60 Zuhörer waren zur Auftaktveranstaltung des Tages der offenen Tür der Asklepios-Burgseekliniken in die Parkklinik gekommen.
„Muss das sein?“, würden sich wohl viele sagen, wenn sie an Sport denken, machte Susanne Lang die Antriebslosigkeit vieler Menschen deutlich. Gerade Patienten, die unter Atemnot leiden, fällt es schwer, sich zum Training zu zwingen.
Zunächst zeigte sie die verschiedenen Formen von Atemwegserkrankungen auf und fragte in die Zuschauerrunde, wer davon betroffen ist. Viele meldeten sich. Vor allem Asthma und COPD seien weitverbreitete Atemwegserkrankungen, wie sich auch im Publikum zeigte. „Neben der Atemnot müssen auch Folgeerkrankungen bei der Behandlung beachtet werden“, sagte Susanne Lang. Dies seien beispielsweise Fehlernährung, Muskelschwäche oder Skeletterkrankungen wie Osteoporose. „Die Atemnot führt zu einem Teufelskreis“, verdeutlichte sie, denn dadurch entstehe Angst, verminderte Belastbarkeit und schließlich Antriebslosigkeit, die dazu führe, dass man sich eher schont. „Dadurch geraten Patienten oft in die soziale Isolation oder haben Depressionen.“ All diese Faktoren bestärkten die Atemnot noch, anstatt ihr entgegenzuwirken.
Aber „es gibt einen Weg heraus aus dem Teufelskreis. Oder wie wir in Bayern sagen: A bissel was geht allerwei!“, bestärkte die gebürtige Bayerin ihre Zuhörer. In der Therapie von Atemwegserkrankungen gibt es viele Möglichkeiten. Das Rauchen einzustellen, sei „der erste Schritt“. Als „unverzichtbar“ bezeichnete Prof. Lang die medikamentöse Therapie, die oft in Form von Inhalation stattfindet. Als dritte Therapieform nannte sie schließlich Sport und Training. Auch die Physiotherapie leiste einen wichtigen Beitrag.
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Prof. Lang stellte eine breite Palette möglicher Sportarten vor: Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren oder Sport an Trainingsgeräten wie dem Laufband oder dem Crosstrainer empfahl sie den Zuhörern. Besonders in einer Gruppe mit gleichen Leistungsmöglichkeiten sei Sporttreiben sinnvoll, doch es gebe bisher nur wenige Lungensportgruppen. Die Asklepios-Parkklinik ist dem einen Schritt voraus, wie Chefarzt Dr. Andreas Huber verdeutlichte. Seit 2006 gibt es dort eine Lungensportgruppe. „Es wurden immer mehr Teilnehmer, sodass wir die Gruppe bereits geteilt haben“, sagte er. Patientin Hiltrud Fay, die seit einem Jahr die Lungensportgruppe besucht, bestätigte die positive Wirkung des Sports: „Es hat viel gebracht und ich möchte es nicht missen.“
Prof. Susanne Lang sagte zusammenfassend: „Training verlängert Ihr Leben. Packen Sie es an!“. cam



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