Eisfeld - Nicht der Funkmelder piepste am vergangenen
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Zunächst zogen die Wehrleiter der einzelnen Ortschaften Bilanz des vergangenen Jahres. Die Hirschendorfer Wehr verfügt über 12 aktive Kameraden, die im vergangenen Jahr 389 Stunden leisteten. 306 Stunden flossen in die Ausbildung, was im Schnitt 26 Stunden je Kamerad entspricht. Einmal mussten sie technische Hilfestellung leisten. Die Freiwillige Feuerwehr in Harras kann auf 13 aktive Kameraden sowie 450 geleistete Stunden blicken. Pro Kamerad wurden durchschnittlich 14 Stunden Ausbildung absolviert. Hier kamen zahlreiche Arbeitseinsätze im Rahmen der 700-Jahr-Feier zusammen. Alarmiert wurde die Wehr in zwei Fällen zur technischen Hilfeleistung. Die 20 Aktiven aus Waffenrod/Hinterrod können pro Kamerad 21 Stunden Ausbildung gut schreiben. Insgesamt haben sie 759 Stunden geleistet. "Wenn wir gebraucht werden, dann sind wir auch da. Wenn wir nicht gebraucht werden, ist es auch gut", so ihr Standpunkt. Sie hatten einen Containerbrand zu löschen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Eisfeld musste zu 68 Einsätzen ausrücken. In 42 Fällen ging es um eine technische Hilfeleistung, elf Brandeinsätze waren angesagt und 15 Mal gab es Fehlalarm. Insgesamt verzeichnen die 55 aktiven Kameraden 502 Einsatzstunden. Gegenüber den vergangenen Jahren bedeuten diese 68 Einsätze eine wesentliche Steigerung. Jeder Kamerad absolvierte ebenfalls im Durchschnitt 26 Ausbildungsstunden.
6939 geleistete Stunden
Die Eisfelder Wehren absolvierten zwei Einsatzübungen, an der Grundschule Eisfeld sowie dem Steudacher Kindergarten. Die Harrasser Wehr führte eine dritte durch.
Bei den technischen Hilfeleistungen mussten in drei Fällen eingeklemmte Personen infolge eines Verkehrsunfalls befreit, bei 17 Verkehrsunfällen auslaufende Flüssigkeiten gebunden werden, zwei Überschwemmungen durch Unwetter waren zu meistern, der Rettungshubschrauberplatz war ebenso drei Mal auszuleuchten wie zwei notwendige Tierrettungen, zwei Tragehilfen für den Rettungsdienst wurden angefordert. Insgesamt, so resümierte Pfrenger, wurden 6939 Stunden geleistet.
Aber auch leichtere und angenehmere Einsätze gab es im vergangenen Jahr. So führte die Grundschule Eisfeld eine Projektwoche durch, in welche die Wehr über zwei Tage integriert war. Nicht vergessen werden darf auch die Aktion "Regenbogen" oder die Hilfe beim Auffahren des Brunnens auf dem Eisfelder Häfenmarkt. Insgesamt, so Stadtbrandmeister Pfrenger, wurden durch die Kameraden der Wehren 6939 Stunden geleistet.
Auch mahnende Worte gab es vom Stadtbrandmeister. Unter dem Gesichtspunkt, dass die Kameraden oftmals bis an die Grenze des Machbaren gehen, darf auch nicht die eigene körperliche und psychische Unversehrtheit vergessen werden. Es sei keine Schande, das Kriseninterventionsteam in Anspruch zu nehmen, bevor sich schreckliche Ereignisse mit ihren Bildern in die Psyche einbrennen.
Neben der Ausbildung an den einzelnen Standorten wurden auch Ausbildungen im Landkreis, der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Bad Köstritz durchgeführt.
Insgesamt zählen die Wehren der Stadt Eisfeld 149 Kameraden, davon 100 Aktive, 19 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie 30 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung. Dem Austritt eines Kameraden der aktiven Abteilung stehen zehn Eintritte gegenüber.
Jugendwart Thomas Ebert gab einen kurzen Einblick in die Arbeit der Jugendfeuerwehr. Übungen und Freizeitbeschäftigungen stehen hier hoch im Kurs. Auch Zeltlager wurden durchgeführt. Bianca Bischoff berichtete über den Spielmannszug der Eisfelder Freiwilligen Feuerwehr. Dieser besteht aus 27 Mitgliedern, davon 25 aktiven, einem Fahnenträger und einem Quartiermacher.
Hohe Ehrung für Spielmannszug
Vier Nachwuchsspieler werden in den Spielmannszug integriert. Der größte Auftritt führte sie zur "Historiale" in Berlin. Auch das Leopoldsfest in Dessau ist mittlerweile fester Bestandteil der Auftritte. Hier wurde im vergangenen Jahr dem Spielmannszug das "Verdienstkreuz der Vereinigung der Traditionsverbände Mitteleuropas in Gold mit Eichenlaub" verliehen. Während in der aktiven Wehr keine Frauen tätig sind, versammeln sich im Spielmannszug 15 Frauen.
Peter Pfrenger dankte nicht nur den Kameraden für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr - sein Dank ging auch an alle Angehörigen, ohne die diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht funktionieren würde.


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