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Erschienen am 29.06.2010 00:00
Ballonsport
Ein heißes Wochenende für Luftikusse
Von Katja Wollschläger
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Auf einem idyllischen Fleckchen Erde hatten die Mädchen und Jungen ihre Zelte aufgeschlagen. Foto: sam
Bild:  

Heldburg - Vanessa kommt aus Zella-Mehlis, Sonja aus Jüchsen und Klara aus Heldburg. Alle drei sind sie am Wochenende wieder in luftige Höhen gestiegen. Und das nun schon zum wiederholten Mal. Die drei Luftikusse gehörten zu den 20 Teilnehmern am Ballonsport-Jugendlager in Heldburg. Das organisiert der Ballonsportclub Thüringen e.V. jedes Jahr. Und es erfreut sich großer Beliebtheit.

Svenja war zum ersten Mal mit von der Partie. Und der Hildburghäuserin gefiel's ausgesprochen gut. Natürlich war das Highlight die Ballonfahrt. "Die war toll." Selina aus Hinternah schwärmte auch von der Fahrt durch die Lüfte. "Es ist cool da oben", erzählte sie - und kicherte. Da war ihr doch eben das Wort "Fliegen" rausgerutscht. Dabei weiß sie eigentlich ganz genau, dass ein Ballon fährt . . .

Doch Patricias Einwurf, dass von oben aus alles klein und unecht wirkt, lenkte ab. Das Mädchen aus Schleusingerneundorf hatte ihren Fotoapparat eingepackt - und oft auf den Auslöser gedrückt.

Das erste Ferienwochenende war ein perfekter Auftakt. Darüber herrschte am Ende Einigkeit. Schon am Freitag, nachdem die Zelte auf dem Gelände des renaturierten Schwimmbads in Heldburg standen, begann das Abenteuer. "Wir wussten bis kurz vor dem Ballonstart noch nicht, ob wir überhaupt starten können", sagte Vereinsvorsitzender Harold Gaudlitz. Eine Schlechtwetterwarnung stand im Raum. "Wir haben uns erst einen Film zur Thüringer Waldweitfahrt angeschaut. Dabei habe ich immer mit einem Auge das Wetter beobachtet." Und irgendwann habe er die Entscheidung gefällt: "Wir starten." Gesagt, getan. "Es war eine schöne Fahrt - mit Zwischenlandung in Hellingen. Gefahren sind wir letztlich bis Schweickershausen." Und am Samstagmorgen das gleiche noch einmal. Wieder trugen sie die Winde Richtung Hellingen bis nach Sulzdorf an der Lederhecke. Und dann gab's richtige Taufen - und jeder bekam (s)einen Adelstitel.

Ein heißer Auftakt sozusagen, der nach Abkühlung rief. Die bekamen die Mädchen und Jungen am Samstagnachmittag. Da ging's nämlich zum Schwimmen nach Bad Colberg in die Therme. Und am Abend stand eine zünftige Wanderung in die Nacht hinein mit einer gespenstischen Einlage auf dem Programm. Und natürlich fehlte auch die Lagerfeuerromantik nicht. "Es ist eine richtig dufte Truppe. Da macht so ein Wochenende Spaß", sagte Harold Gaudlitz. Und Frank Brunngräber, der seit dem ersten Jugendlager als Betreuer mit von der Partie ist, bestätigte das. In diesem Jahr halfen ihm die beiden Heldburger Marcel Schnorfeil und Ute Gunsenheimer. "Jugendarbeit ist uns enorm wichtig. Aus diesem Grund organisieren wir diese Veranstaltung - mit Unterstützung der Stadt Heldburg. Wenn am Ende einer sagt, ich mache mit bei euch im Verein, haben wir unser Ziel erreicht", so Gaudlitz.

Übrigens: Der Ballonsportclub ist dankbar für jeden, der mithilft. Freiwillige sind herzlich willkommen..

 
 

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