Römhild – Was den Lauschaern das Glas, den Suhlern die Waffen, den Eisfeldern das Porzellan – das ist den Römhildern die Töpferkunst. Sie wird seit
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Eine eigene Keramikausstellung gibt Zeugnis von der Töpferkunst der Region, zu der sich in den Sommermonaten noch der Keramikgarten gesellt. Seit 1975 ist diese Schau der Töpferkunst sogar international geworden. Da hatte das erste Keramiksymposium stattgefunden, bei dem laut Ausschreibung alle geschaffenen Werke der Teilnehmer in den Besitz des Museums übergehen. Eine stattliche Sammlung ist so zusammengekommen im Laufe von sieben Keramiksymposien, die es bis zu Beginn der 90er Jahre gab. Ehe dann – aus verschiedenen Gründen – die Tradition versiegte.
Dass es kein endgültiges Aus werde, darum mühen sich seit einem reichlichen Jahr fünfzehn Freunde der Töpferkunst. Die sich in einem Förderverein zusammengefunden haben, der das nunmehr 8. Keramiksymposium vorbereitet (Freies Wort berichtete). Motto in diesem Jahr wird sein „Phönix aus der Asche“. Eine Anspielung auf die Wiederbelebung dieser Tradition? Es dürfte interessant werden, wie die Künstler dieses Motto in die Tat umsetzen.
Vom 29. Juni bis zum 27. Juli 2008 werden sechs Keramiker in Römhild tätig sein, die sich bei ihrer vierwöchigen Arbeit gern über die Schulter schauen lassen werden. Ausgewählt wurden sie unter vierzehn Bewerbern aus mehreren Ländern, so auch aus der Schweiz und den USA.
Es ist sicher das wichtigste Vorhaben in diesem Jahr, das mit vielen Partnern realisiert werden soll. Doch das Museum im Schloss Glücksburg hat natürlich noch weit mehr zu bieten als die Keramik, wie Museumsleiterin Kerstin Schneider versichert.
Wenn ab kommendem Sonnabend, dem 1. März 2008, die „Winterpause“ beendet ist und wieder regelmäßige Öffnungszeiten zum Museumsbesuch einladen, kann sich jeder ein eigenes Bild davon machen. Die Dauerausstellungen des Museums sind mit weiteren Stücken ergänzt worden, ein umfangreiches Angebot über das ganze Jahr verteilt, wird weiteres Neues bringen.
Auch wenn die im vorigen Jahr begonnene Konzertreihe noch Wünsche offen ließ – nicht von den Künstlern her, wohl aber von den Besucherzahlen – soll daran weiter festgehalten werden, so Kerstin Schneider. „So etwas muss wachsen“, meint sie, „ehe es von breiteren Kreisen angenommen wird.“
Deshalb wurden auch für dieses Jahr einige Konzerttermine fest vereinbart, amüsant und anspruchsvoll zugleich. Den Auftakt werden die Thüringer Hofmusiker mit einem Frühlingskonzert geben, für das am Nachmittag des 8. März eingeladen wird.
Passend zur Jahreszeit werden Isabel Kühn (Violine) und Ulrich Welsch (Klavier) einige der schönsten und bekanntesten Werke aus Klassik und Romantik zu Gehör bringen. Zur Belebung des Dialoges zwischen Publikum und den Musikern wird es im Anschluss im wundervollen Schlossambiente eine Kaffeetafel mit selbstgebackenem Kuchen geben.
Die „Lieder-Tour“ wird am 19. April im Römhilder Schloss Station machen, mit jungen und etablierten Liedermachern, die vom Chanson bis zum Rock alles „drauf haben“. Die stilistischen Unterschiede sind das Markenzeichen dieses kleinen, aber feinen Musikfestivals.
„Ich küsse Ihre Hand, Madame“ verspricht am 17. Mai der Tenor Stan Meus mit einem Melodienreigen aus den 20er Jahren, eine musikalische Zeitreise der besonderen Art.
Ein Sommerkonzert am 22. Juni, ein Erntedankkonzert am 12. Oktober und eine Weihnachtsgala am 6. Dezember sind weitere musikalische Leckerbissen.
Worauf die Römhilder sich besonders freuen können – die zentrale Auftaktveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals am 14. Oktober wird es in diesem Jahr in Römhild geben. Dass dieser Tag zu einem Erlebnis für alle Einwohner und Gäste werden wird, darum bemüht sich auch das Museum.


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