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Ressort Ilmenau
Erschienen am 09.03.2010 00:00
Jubiläum
SV Olympia: Zwar ohne Ringe, aber dennoch richtig international
Neustädter Sportverein blickt 2010 auf 20-Jähriges zurück und 2012 vielleicht auf ein großes Highlight voraus
Von Gerd Dolge

Neustadt - Die Freude bei den 45 Mitgliedern des SV

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Stehen schon mitten in der Vorbereitung zum 20-jährigen Gründungsjubiläum: Michael Beetz, Wolfgang Rissland, Günter Oßmann und Andreas Theil vom Vorstand des SV Olympia. Foto: dol
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Olympia Neustadt über ihr 20-jähriges Vereins-Jubiläum ist mindestens zweigeteilt. Natürlich herrscht Begeisterung und Genugtuung, dass die vollständige Neugründung des SV Olympia am 31. August 1990 bis heute so erfolgreich war. "Im Januar 1990 stellte die in Neustadt existierende BSG Chemie ihre Tätigkeit ein, so dass die Wintersportler, Tischtennisspieler und Fußballer sozusagen im Regen standen", erinnerte sich Schriftführer Günter Oßmann. "Oder sollte ich besser sagen: im Schnee?", lächelte er mit einem Blick aus dem gemütlichen Sportlerheim auf den Sportplatz. "Damals spielte die erste Männermannschaft in der ersten Kreisklasse, die zweite Männermannschaft in der zweiten Kreisklasse und eine Juniorenmannschaft gab es auch. Der Spielbetrieb musste weitergehen, so dass die Sektionsleitung Fußball beschloss, unter dem früheren Namen SV Olympia Neustadt einen eigenständigen Fußballverein zu gründen." Erster Vorsitzender war der heute 58-jährige Schriftführer Günter Oßmann, der noch heute stolz darauf ist, damals diesen Schritt gewagt zu haben.

"Viele der damaligen Juniorenspieler sind dabei geblieben und heute noch aktiv." Sie haben auch großen Anteil am sportlichen Höhenflug des SV Olympia im Jahr 2008: den Aufstieg in die Kreisliga des Ilmkreises. "Da spielen wir heute noch", so Vorsitzender Rißland. Ein weiteres wichtiges Datum ist für den Vorstand die Gründung einer Spielergemeinschaft im Nachwuchsbereich mit dem FSV Großbreitenbach-Altenfeld.

Das Sportlerheim des SV Olympia spielt in den zwei Jahrzehnten des Bestehens eine besondere Rolle. Es war nicht nur Gründungs-Lokal, worauf der derzeitige SV-Vorsitzende Wolfgang Rißland hinwies, sondern erfreute sich seither einer beständigen Aufmerksamkeit der SV-Sportler. "Das Sportlerheim am Sportplatz gehörte ehemals der BSG Chemie und wurde dann von der Kommune übernommen. Der SV Olympia ist Nutzer und gleichzeitig Betreiber der Gaststätte.

Die Mitglieder des SV Olympia waren es aber auch, die seither viele Stunden Eigenleistung in das Sportlerheim gesteckt haben, um es zu erhalten und auszubauen." Rißland nannte da beispielsweise den Bau neuer Umkleidekabinen im Frühjahr 1995, den Umbau der Vereinsgaststätte und den Bau der Überdachung vor dem Sportlerheim mit tatkräftiger Sponsorenhilfe vom Knoch-Glaszentrum in Gräfinau-Angstedt, dem Arbeitsort von SV-Vorstandsmitglied Andreas Theil.

Auf ein ganz besonderes Stück Erinnerung wies der stellvertretende Vorsitzende Michael Beetz hin - auf den Gedenkstein vor dem Sportlerheim an die zehnjährige Sportfreundschaft mit dem FC Breugel in Belgien. Mit den Belgiern verbindet die SV Olympier nicht nur die Erinnerung an ihr erstes internationales Freundschaftsspiel am Rennsteig im Mai 1992, sondern auch an eine Mehrtagesfahrt mit 70 Fußballern zum FC Breugel im Jahr darauf.

Der SV Olympia ist ohnehin "international" aufgestellt. So fand sein erstes Auswärtsspiel im Mai 1991 beim ASKÖ Gmünd in Österreich statt - mit Rückspiel in Neustadt im März 1993 auf Schneeboden. "Trotz dieses Heimvorteils auf Schnee haben wir damals nicht gewonnen", erinnert Günter Oßmann.

Mindestens ebenso wichtig wie das Jahr 2010 ist für die Olympia-Fußballer das Jahr 2012. "Nicht etwa wegen der Olympischen Sommerspiele, sondern weil wir hoffen, in diesem Jahr das große Turnier aller Fußballmannschaften der Neustadts von Deutschland ausrichten zu können. Als Mannschaft daran teilgenommen haben die Olympia-Fußballer zu Pfingsten 1990 zum ersten Mal sogar noch vor der Gründung ihres Vereins in Neustadt Odenwald. "Die Chancen, dass dieses Neustadt-Turnier bei uns stattfinden könnte, stehen nicht schlecht", erklärte Andreas Theil. "Die anderen Neustadt-Mannschaften wollen auch einmal hier oben auf dem Rennsteig kicken."

 
 

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