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Erschienen am 20.06.2009 00:00
Religion
Auftritt des Propheten in der TU umstritten
Hassan Dabbagh will über die ,,Stellung der Frau im Islam'' sprechen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn.
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Hassan Dabbagh Foto: dpa
Bild:  

Ilmenau - Hassan Dabbagh ist in Ilmenau kein Unbekannter. Zweimal referierte der aus Syrien stammende und in Leipzig lebende Imam in den Räumen der TU. Ob er am Dienstagabend ein drittes Mal im Humboldt-Hörsaal zur ,,Stellung der Frau im Islam'' sprechen darf, ist ungewiss. Seine Einladung erfolgte über die muslimische Gemeinde der Studenten.

Gestern Vormittag gab es im Rektorat der TU ein Gespräch mit Vertretern des Thüringer Verfassungsschutzes. ,,Danach liegen uns Erkenntnisse vor, dass eine Entscheidung, am Dienstag den Humboldt-Hörsaal für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen, neu zu überdenken ist'', sagte auf Anfrage dieser Zeitung TU-Pressesprecher Marco Frezzella. Welche Erkenntnisse dies sind, wollte Frezzella am Nachmittag nicht sagen. Übers Wochenende soll es Gespräche mit Vertretern der muslimischen Studenten geben. ,,Dann müssen sie sich schon die Frage gefallen lassen, warum ausgerechnet immer Hassan Dabbagh eingeladen wird.''

Am Montag will das Rektorat eine endgültige Entscheidung fällen, sagte Frezzella. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass der TU zwar bekannt sei, was im Internet und in der Presse über den ,,Imam von Leipzig'' geschrieben stehe, auch, dass neuerlich staatsanwaltlich gegen ihn ermittelt werde, Hassan Dabbagh jedoch bis heute nicht rechtskräftig verurteilt sei. Unglücklich sei auf der Einladungskarte die Nennung der TU als Unterstützer der Veranstaltung, so Frezzella.

Hassan Dabbagh droht eine Anklage wegen Volksverhetzung. Focus-online zitiert einen vertraulichen Bericht des Landeskriminalamtes, in dem Dabbagh als ,,Kontaktperson für islamische Extremisten und dschihad-bereite Kämpfer'' bezeichnet wird. Den LKA-Ermittlern zufolge soll der Imam von Personen, die dem Umfeld von El Kaida zugerechnet werden, Geld überwiesen bekommen und zudem Kontakt zu Hintermännern der Attentate des 11. September 2001 gehabt haben. Zitiert wird auch die Islamwissenschaftlerin Ulrike Spuler-Stegemann, die Dabbagh als ,,die Spinne im Netz, die die Fäden zieht'' bezeichnet. Andererseits ist der Prophet Allahs ein gern gesehener Gast in Talkshows: Bei Maischberger und Christiansen saß er vor den Kameras. vp

 
 

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Kommentare zum Artikel

  • von fuzzi am 20.06.2009 16:31
    Grundgesetz
    Wissenschaft und Forschung sind frei.Art 5 GG.
    Das impliziert offenbar auch Blödheit als Intellekt zu definieren. Wie so oft nach der Wende an sogenannten wissenschaftlichen Einrichtungen im Freistaat.

  • von paspel am 20.06.2009 17:29
    Verblödung...
    " Wir leiden unter einer unheimlichen Verblödung in Deutschlsnd."

    (M. Lüpertz, Kunstprofessor)

 

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