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Lauschaer Musiknacht
Eine regelrechte Völkerwanderung
Siebente Auflage von "11 Bands in 11 Kneipen" übertraf wieder sämtliche Erwartungen der Veranstalter
Von Raimund Sander

Lauscha - So viele Leute auf den Straßen zu nachtschlafender

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Die Gruppe "Mailand" servierte im Gasthof "Gollo" Stimmungsmusik vom Feinsten. Nur zu Beginn der Musiknacht waren Plätze frei.
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Zeit sieht die Glasbläserstadt selten - doch seit es die Lauschaer Musiknacht gibt, ist dieses Phänomen alljährlich zu beobachten - grüppchenweise pilgern die Musik- und Bierfreunde von Kneipe zu Kneipe.

Knapp vier Kilometer liegen zwischen der nördlichst gelegenen Lokalität, dem Sportlerheim des SV Rennsteig Ernstthal, und der südlichsten, dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Lauscha. Etliche haben die gesamte Strecke per pedes zurückgelegt, doch die meisten nutzten den Shuttle-Service, der nicht nur die Kneipen bediente, sondern gegen 1.30 Uhr vom Hüttenplatz auch die Besucher nach Sonneberg beziehungsweise in den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt kutschierte.

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Bis auf den letzten Platz gefüllt präsentierte sich das Vereinszimmer der Freiwilligen Feuerwehr - hier spielte die Gruppe "JoJo".
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Bei der Auswahl der Kneipenreihenfolge gehen die Lauschaer beziehungsweise Ernstthaler recht taktisch vor: Sie beginnen am anderen Ende, um am Ende ganz in der Nähe ihrer Wohnung zu sein. So trafen sich auf dem Ernstthaler Sportplatz vorwiegend die Lauschaer, um dann talwärts dem heimischen Bett entgegen zu gehen. "Und unsere Frauen fangen bei der Feuerwehr in Lauscha an", lacht Dirk Faber, der Vorsitzende des Ernstthaler Sportvereins.

Quasi die Hausband des Sportvereins ist die Gruppe "HOK": Anna und Steffen Gramß, Matthias Hessler, Wolfgang Petzold, Hubert Greiner-Schwed sowie Dominik Opitz. "Wir spielen Rock- und Popmusik aus den letzten 50 Jahren. Von Klassikern der Beatles über Suzi Quadro, Slade aus den 70ern hin zu REM, Bryan Adams der späten 80er und 90er Jahre. Auch topaktuelle Knaller wie ,Rosenstolz' sind im Programm, also für jeden Geschmack etwas dabei. Großen Wert legen wir auch auf unsere Eigenkompositionen, welche zahlreich im Programm mit eingebunden werden", erzählt Wolfgang Petzold. Übrigens bedeutet HOK "Häs oder Kold? (Heiß oder Kalt).

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Julia und Sara ließen sich in den Bürgerstuben von den Rock- und Pop-Klängen der Band "Blackxmiller" zu einem Tänzchen verleiten.
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"Bis in den frühen Morgen haben wir gespielt, weil immer wieder Leute ins Sportlerheim gekommen sind", so der sichtlich geschaffte Petzold. Denn am Sonntag um 10 Uhr waren die Bandmitglieder schon wieder vor Ort, um die Technik abzubauen.

Kurz war auch die Nacht in den "Bürgerstuben". Hier präsentierte die Gruppe "Blackxmiller", wie auch schon im Vorjahr, Rock- und Pop-Klänge. Julia Pamminger und Sara Müller-Sachs ließen sich von der Musik zu einem Tänzchen inspirieren.

Ein volles Haus bescherte die 7. Lauschaer Musiknacht auch dem Gasthof "Gollo" aufdem Köpplein. "Während die Hausgäste den ganzen Abend über der Musik der Gruppe "Mailand" lauschten, wechselten die Musiknacht-Gäste. "Wir hatten ständig ein volles Haus", so James Knye.

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Die Lauschaer Gruppe HOK bot Live-Musik aus Studio A. - Hits aus 50 Jahren Rock & Pop und Selbstgemachtes - im Sportlerheim des SV Rennsteig Ernstthal.
Bild: camera900.de
"Teilweise hatten wir so viele Gäste, dass sie im Flur anstehen mussten", meinte Manuel Greiner-Stöffele vom Lauschaer Feuerwehrverein. Hier hatte die Gruppe "JoJo" ihre Zelte aufgeschlagen.

Überhaupt hatten die einzelnen Kneipen auf die in den Vorjahren bewährten Gruppen zurück gegriffen - Publikumsmagneten gibt man eben nicht so leicht auf.

Fest steht: Auch im kommenden Jahr gibt es wieder eine Lauschner Musiknacht - dann die mittlerweile achte Auflage.

  
 
 

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