Schalkau - Es gehört hier in "Schalk'n" beim Karneval
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Bereits eine halbe Stunde zuvor war an den Parkplätzen am Rande der Strecke die närrische Betriebsamkeit zu spüren. So wurde die siebenjährige Saskia Fischer noch schnell von Mutti perfekt geschminkt, damit es dann zum großen Auftritt gehen konnte. "Saskia war schon im Kinderwagen beim Umzug dabei", erzählt die Mutti.
Nebenan steigt ein Trupp bunt gekleideter Narren aus dem Pkw und die Straße entlang tuckert ein Traktor mit einer Fracht voller Clowns. Sie alle zieht es zum Bahnhof, um von dort das Prinzenpaar auf seinem Zug durch die kleine Stadt zu begleiten.
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Wie bei den großen Vorbildern der Rosenmontagszüge im Rheinland, so wurden auch im Schaumberger Land politischen Missstände und umstrittene Dinge aufs Korn genommen. "Unser letzter Wille ist auf jeden Fall, kein Mast über Schalk'n von Vattenfall" hieß es auf einem Plakat des Saunaclubs Schalkau. Der führte auf seinem Festwagen zwei hölzerne Hochspannungsmasten mit sich, zwischen denen sich der Tod bewegte.
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Seit 1954 wird in Schalkau Fasching gefeiert. War es bis in die 70er-Jahre hinein der Sportverein, der alles organisierte, sind es seitdem die Narren vom Kulturbund Schalkau, die diese Tradition lebendig halten. Rund 70 aktive Mitglieder zählt die unermüdliche gemeinnützige Schar. Auch Bürgermeister Zehner bewies seinen Sinn für Humor. Nicht nur, dass er vor dem Rathaus freiwillig die Stadtschlüssel an die Narren übergab. Selbst als Hummel gewandet, spießte er so manch Ereignis des vergangenen Jahres gekonnt in seinem Vortrag auf. "Viel Mist wurde produziert vergangenes Jahr. Das freut die Mistkäfer allemal!", hieß es da unter anderem. Und gemeint waren damit vor allem die Finanzkrise, Schweinegrippe und die 380-KV-Leitung. Ein Seitenhieb traf auch den größten Schrottplatz im Hinterland, der dank Abwrackprämie noch mehr angewachsen ist.
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Aber die Schalkauer Narren lassen sich nicht unterkriegen. Am Donnerstag wird im Bürgerhaus die zweite Weiberfastnacht über die Bühne gehen. Und am Faschingssamstag und Rosenmontag steigen dann die großen Partys in der Ferien- und Freizeitanlage in Truckenthal. Am Samstag - nach dem Umzug - durften die Kleinen, mit ihren Eltern, bereits im "Thüringer Hof" ihren Kinderfasching feiern.





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