Sonneberg - Genau am "Tage der Befreiung" fand das Preisträgerkonzert der "Gläsernen Harfe" im Rathaussaal Sonneberg statt.
![]() |
|
|
|
||
Erfahrene Teilnehmer an Wettbewerben, aber auch die zum ersten Male an einem Wettbewerb teilnahmen und sofort auch einen Preis in Empfang nehmen konnten, stellten ihr ganzes Können dem überaus begeisternden Publikum vor.
Johanna Müller ist ein großes Gesangstalent. Sie begann ihre gesangliche Ausbildung erst 2009 bei Petra Adelbert an der Musikschule in Sonneberg und konnte in diesem Wettbewerb schon den zweiten Platz belegen. Eine beachtliche Ausstrahlung zeigt sie schon als Sängerpersönlichkeit. Ihr großer Fleiß an der technischen und musikalischen Umsetzung ihres Programmes war in jedem Wort und in jedem Ton deutlich zu hören und auch in ihrem Gesicht zu sehen. Ihr Bemühen um feinsten Sitz der Gesangsstimme und Artikulation ist höchst anzuerkennen und lobenswert. Wir sind gespannt auf weitere Auftritte in ihrer musikalischen Laufbahn.
Josefine Lang nahm auch zum ersten Male an der "Gläsernen Harfe" teil und erreichte "sehr gut". Sie wird von Mirella Prekup an der Musikschule Saalfeld in Blockflöte unterrichtet. Sie spielte mit einer erstaunlichen Technik und Musikalität auf der Sopranflöte ein Menuett aus einem Spielbuch aus dem Jahre 1740, Sätze aus einer Partita von Georg Philipp Telemann und von Hans Poser und Franz Müller Busch, die schon ein hohes Maß an musikalischem Einfühlungsvermögen erfordern. Mit der Altflöte zeigte sie ein flottes Arrangement von Daniel Hellbach.
Marie Koonert nahm schon mehrmals an Wettbewerben teil und wird von ihrer Mutter Marion Koonert in Coburg unterrichtet. In der diesjährigen "Gläsernen Harfe" erhielt sie den 2. Preis. Für ihre Interpretationen des ersten und zweiten Satzes aus der Sonatine A-Dur von Georg Philipp Telemann und dem ersten Satz aus dem Concerto G-Dur von Oscar Rieding erhielt sie sehr viel Beifall. Mit festem, aber schönem Strich, mit Doppelgriffen, leichtem Vibrato und höchst musikantisch spielte sie ihr Programm. Gespannt werden die Musikfreunde ihre weitere musikalische Entwicklung verfolgen.
Johans Kürsten ist auch ein Schüler von Mirella Prekup im Fach Blockflöte an der Musikschule in Saalfeld. Er erhielt in diesem Jahr den 3. Preis. Sehr souverän interpretierte er "Brando lo spiritillo" von Andrea Falconiero. Großartig - mit einer Selbstverständlichkeit in der Ausführung der Ornamentik- spielte er die Sonata a-Moll von Diogenio Bigaglia. Einen langen Atem auf der Altflöte bewies er mit der Siciliana aus der Sonate F-Dur von Antonio Vivaldi und eine großartige Stimmung verbreitete er mit "Hardine" von Daniel Hellbach.
Maximilian Zapf ist Schüler der Musikschule Sonneberg und wird im Fach Trompete von Jürgen Demmler unterrichtet. Er nahm zum ersten Male an einem Wettbewerb teil und erreichte einen zweiten Preis. Mit seinem sehr schönen Ton überzeugte er auch die Zuhörer im Rathaussaal Sonneberg. Er erhielt begeisterten Beifall für seine Interpretationen vom "Rondino" von Bozidar Trudic, dem zweiten Satz aus dem Trompetenkonzert von Joseph Haydn und "Dzwiek Trabki" von Henry Purcell.
Vanessa Hittinger erhielt in diesem Wettbewerb den zweiten Preis. Sie ist Schülerin von Frau Petra Adelbert an der Musikschule Sonneberg im Fach Gesang. Besonders in der Mittellage erreicht ihre wunderschöne Naturstimme ein schon sehr schönes Volumen, das dahinter viel Klarheit verbirgt. Ihr großes gesangliche Talent zeigte sie mit anspruchsvollen Werken der Musikliteratur, denn die Arie "Ich bin die Christel von der Post" aus dem "Vogelhändler" stellt auch an Profisängerinnen hohen Anspruch.
Aaron Heinrich war langjähriger Schüler von Marietta Schmidt an der Musikschule Sonneberg und erhält zur Zeit Förderunterricht bei Professor Anne-Kathrin Lindig in Weimar. Als ein neues kammermusikalisches Duo formierte er sich mit Gottfried Liebermann am Violoncello. Vorbildlich im Zusammenspiel interpretierten beide ein Duo von Ludwig van Beethoven.
Sandra Schnappauf aus Kronach gewann mit ihrer Klarinette schon unzählige Preise. Ihr Spiel ist höchst virtuos und von großer Musikalität geprägt. Sie interpretierte Introduktion und Thema und Variationen von Giocomo Rossini, in denen es nur so von virtuosen Läufen wimmelt. Mit Leichtigkeit bewältigte sie diese hohe Aufgabe und mächtigster Beifall war ihr Lohn. Sie ist Schülerin im Fach Klarinette von Edgar Eichstädter an der dortigen Musikschule.
Eine hohe Anforderung erzielt auch das Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel. Sebastian Käppler spielte den ersten Satz mit Leichtigkeit, hoch virtuos und großem musikalischen Einfühlungsvermögen. Er ist langjähriger Schüler von Volker Sesselmann an der Musikschule Sonneberg und errang schon sehr viele Preise. Auch seine Interpretation wurde begeistert gefeiert. Einfühlsam begleiteten Annette Vieweg, Frau Stefanova und Nadja Lorenz.


Drucken
Speichern
Versenden








