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Pfingsten
Schussfahrt ins vergnügliche Wochenende
Lauschaer Schützenfest, Rauensteiner Kerwa und Country in Hämmern: Überall im Kreis war Feiertreiben angesagt

Sonneberg - Wer wortwörtlich in ein vergnügliches

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Corinne und Benno Bogner unterhielten in Judenbach.
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Pfingstwochenende rutschen wollte, der konnte in Ernstthal die Gelegenheit nutzen. Zum Kinderfest hatte die Sommerrodelbahn eingeladen - und die Knirpse kamen gerne. Den Freifahrtschein für die Stahl-Wanne lösten rund 300 Gäste. Diese ließen sich auch anderweitig unterhalten, etwa von Torsten Donau. Der besang die Schönheit der Heimat für's Ohr, derweil Frank Müller-Marks am Rost jenen Genuss, der durch den Magen geht, in bissfeste Form brachte. Mit dem Zuspruch sei er zufrieden, bekannte Sommerrodelbahn-Chef Thomas Bosecker.

Ein überwiegend positives Fazit zog gestern auch Jens Götz von der Schützengesellschaft Obermühle 1882. Drei Tage lang war auf dem Köpplein in Lauscha gefeiert worden. Farbenfroher Blickfang war dabei der Umzug am Sonntag. Vorneweg marschierten Glasprinzessin, Landrätin Christine Zitzmann (CDU) und Bürgermeister Norbert Zitzmann (SPD). Hintennach trugen Abgesandte aus elf Vereinen ihr Tuch auf. Die weitest-angereiste Abordnung kam dabei von einem befreundeten Verein aus Hamburg, der Billwärder Schützengilde.

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Elf Vereine gestalteten den Schützenumzug auf dem Köpplein in Lauscha. Fotos: camera900.de
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"Insgesamt muss man sagen, dass wir natürlich das Wetter auf unserer Seite hatten, auch wenn es nicht gerade sehr warm war", so der Schützenmeister. Über den Zuspruch will Götz nicht klagen. "Es ist wie überall: Es werden insgesamt weniger Leute, die kommen und sich interessieren." Was bedauerlich sei, zumal die Lauschaer es andernorts schon anders erlebt haben. "In Ludwigstadt zum Beispiel, da ist viel Publikum auf den Beinen, da jubeln die Leute und die Häuser sind geschmückt." Für die Rennsteigregion, so darf man heraushören, würden die Aktiven aus der Glasbläserstadt sich gleiches wünschen.

Nichtsdestotrotz wurde ein treffliches Beisammensein gepflegt. Dabei verteidigte Ricky Büchner beim Jedermannschießen den

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In Rauenstein fand der Lindentanz viel Kirchweih-Publikum.
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Stadtpokal. Den Jugendpokal holte Anton Müller-Löb. Als beste Dame erwies sich Andrea Schubert. In der Luftpistole ließ sich Gerd Hacker, gefolgt von den Rittern Bernd Greiner Matzen-Sohn und Günther Koch, zum König proklamieren. In der Disziplin Luftgewehr wurde Gerhard Götz gekrönt, gefolgt von den Rittern Lothar Brandt und Elena Hausdörfer-Wiener.

Einen Volltreffer in Sachen Geselligkeit erzielten auch Rauensteins Kirchweihmacher. Rund 400 Gäste kamen zum freitäglichen Auftakt. Am Sonnabend - der Feier-Tipp mag sich herumgesprochen haben - waren es sogar rund 650 Besucher, die sich von "Revolving Door" im Festzelt rocken ließen.

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Auf der Faberswiese in Mengersgereuth-Hämmern war Linedance angesagt.
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"Gut besucht war der Frühschoppen auf dem Festplatz mit den Südthüringer Musikanten", so Mitveranstalter Thomas Goller.

Das Fässchen Freibier zum offiziellen Anstich mag manchen zum Kommen bewegt haben, schmunzelt er. Zu den ansehnlichen Höhepunkten gehörte freilich der Lindentanz. Neun Pärchen drehten sich in Kirmestracht zu den Klängen der diversen Blaskapellen. Gleich drei - aus Oberlind, Effelder und Mengersgereuth-Hämmern - hatten die Kerwa-Manager einbestellt. "Insgesamt waren das wirklich drei richtig angenehme und tolle Tage", resümierte Goller gestern. "Kein Stress, kein Schlägerei, nichts Negatives", so soll es sein. "Dafür ein Dankeschön an alle Beteiligten." Seinen Ausklang nahm das fröhliche Miteinander gestern mit dem Kirmesbegräbnis, gestaltet von den Rednern Tobias Hartmann, Rico Förster und Thomas Goller. Der eine oder andere Seitenhieb zur Dorfpolitik blieb dabei nicht außen vor.

Bauchtanz und Blaskapelle

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Eine Sause mit der Sommerrodelbahn genoss dieses Duo in Ernstthal.
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In Judenbach füllte am Sonntag die Volksmusik den Kultursaal 100. Der Mix aus Schlagern, den das schweiz-österreichische Volksmusikpaar Corinne und Benno Bogner, die Gruppe Bergfeuer, Graziano aus Südtirol und der achtjährige Marcel Reum aus Steinbach im Wartburgkreis boten, traf bei den Zuschauern ins Schwarze. Die Gäste gingen begeistert mit und erklatschten bis Mitternacht Zugaben.

Viel Publikum köderte Goldisthals Anglerverein bei seinem nunmehr vierten Fischerfest. "Bratwürste, Brätel, Forellen und die 20 Bleche mit Kuchen, das war am Abend alles weg", freut sich Vereinschef Bernd Bronnert. Die Arbeit im Vorfeld des 53 Mitglieder zählenden Zusammenschlusses wurde somit belohnt. Besonderen Spaß hatten zuvorderst die Kinder - beim Wettschwimmen von 200 nummerierten Plastikfischen in der Schwarza konnten diese ihr Glück wagen. Zehn Steppkes nahmen nach dem Rennen Preise und Pokale mit nach Hause. Bei den Gaudi-

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In Goldisthal übten die Kinder beim Fischerfest das Angeln.
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Turnieren wurde übrigens auch für das Hobby geworben, so übten sich die Kleinen darin die Leine mit der Rute auszuwerfen. Musikalisch ausgestaltet wurde das Fest am Anglerheim, direkt unterhalb der Staumauer, von der Goldisthaler Blaskapelle.

Zum sechsten Countryfest hatte am Wochenende die SG Kuemmerling Kohläschig 1999 eingeladen - und das Wildwest auf der Faberswiese lockte große Indianer und kleine Cowboys gleichermaßen. "Über 400 Leute waren in der Spitze da", resümierte gestern Volker Knoch. "Am Schluss war alles Essbare ausverkauft - und die Helfer standen mit knurrenden Magen da",

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Den knalligen Schlusspunkt des 20. Lauschaer Schützenfestes setzten diese Böllerschützen.
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schmunzelt der Vereinschef. Das abwechslungsreiche Programm mag dazu beigetragen haben, dass sich das Countryfest einmal mehr als Publikumsknüller erwies. So boten die Mengersgereuth-Hämmerer gemeinsam mit der Rennsteig Dance Company aus Scheibe-Alsbach Linedance auf der Bühne. Die örtliche Bogenschützen zeigten ihre Kunst, Schauwert hatten hingegen kostümierte Country-Fans aus Neustadt bei Coburg. Die Goethe-Girls aus Schalkau überzeugten als Cheerleader, derweil eine weitere Bauchtanzgruppe aus dem Schaumberger Land die Hüfte kreiseln ließ. Das Fazit der Gastgeber: "Es hat
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Dicht drängte sich das Publikum noch in den Nachtstunden auf der Gefeller Kerwa.
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alles gepasst." Der Zuspruch mag auch heute Motivation gewesen sein. Denn nach dem Fest stand in Mengersgereuth-Hämmern, wie auch andernorts an den Feierstellen im Kreis, das große Aufräumen an. anb/una

      
 
 

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