Neuhaus - Was alles am schnöden Mammon hängt, weiß jeder wohl mehr denn je.
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Bereits am frühen Morgen standen die rund 30 Drittklässler mit den Lehrerinnen Sabine Hubert, Sylvia Böhm-Dores und der Integrationshelferin Katja Liebold vor dem Kassenraum und warteten, bis sich der Vorhang und die Tür öffneten. Freundlich begrüßten sie die Angestellten, und wurden sogleich vom Leiter der Geschäftsstelle Neuhaus, Alexander Grolms, im Konferenzraum des Bankgebäudes willkommen geheißen. Carola Englert stand dort für alle Fragen ums Geld, die die Mädchen und Jungen bereits im Vorfeld ausgearbeitet hatten, Rede und Antwort.
"Was bedeutet Soll und Haben?", wollte Stephan Wolschke wissen. "In welchen Ländern wurde der Euro zuerst eingeführt?", fragte Leon Fellmann und ein anderer: "Wie viel Geld ist in den Automaten?" - Jede Menge Fragen, die Carola Englert geduldig beantwortete. Allerdings fragte sie ab und an auch zurück, ob sich die Schüler das Eine oder Andere nicht denken könnten? So beispielsweise, was ein Vier-Augen-Prinzip sei. So nennt man nämlich das Öffnen eines Tresors, wobei zwei Personen verschiedene Kombinationsnummern wissen.
In den Tresorraum durften die Schüler natürlich auch. Die Kinder staunten nicht schlecht über die große dicke Tresortür und die vielen Schließfächer. "Was denkt ihr, was da drin ist?", war eine Frage. Die meisten vermuteten, es würde sich wohl viel Geld hinter den Türchen verbergen.
Zwar wissen die Mitarbeiter der Sparkasse auch nicht, was sich in den privaten Fächern befindet, aber zum Großteil sind diese Fächer dazu da, wertvolle private Dinge, wie Dokumente, Schmuck oder andere Wertgegenstände einzulagern.
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Wie Kinder schon als Zehnjährige einen Finanzplan erarbeiten können, machte Hubert an einem Beispiel deutlich: Wenn sich Kinder einmal einen größeren Wunsch selbst erfüllen möchten, sei dies eine gute Gelegenheit ihnen den Umgang mit Geld näherzubringen.
Wie lange muss ich sparen?
Wie viel Geld liegt auf meinem Sparbuch? Wie viel brauche ich für meinen Wunsch? Wie lange muss ich dafür sparen? Welcher Betrag muss wie lange vom Taschengeld abgezweigt werden, damit ich die nötige Summe aufbringen kann? - So lernt man vernünftig haushalten.
Die Kinder zeigten großes Interesse am Projekt "Kids und Knete", hat Lehrerin Sabine Hubert beobachtet. In Partner- und Gruppenarbeiten seien in den letzten Wochen auch anspruchsvolle Plakate, eigene Geldgeschichten, eine Hitliste zum Taschengeld, Spiele und mathematische Denkaufgaben entstanden.












