Steinach - Diese Stadt, der Blick aus den Panoramafenstern
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So also will die Stadt Steinach sein. So will sie aussehen wie an diesem traumhaften Sonntagmorgen: springlebendig, kreativ, ruhig auch einmal mit jener dosierten Prise Chaos, ohne die kein authentisches Leben denkbar ist.
Die Unvergleichlichen
"Lebendig!" Oder auch "kernig!" Solche Wörter passen zu Steinach. Die Stadt ist genau so wie diese eigenwilligen "Bruch Blech Bräzel Big Bier Bichlers". Seit 20 Jahren existiert die Truppe mittlerweile. Echte Typen eben, die mit diesem schrammeligen Louisiana-Sound, der gar nicht hierher gehört und doch perfekter passt als die Faust aufs Auge, zu einem Markenzeichen der Stadt geworden sind. Auch deswegen spielten die "unvergleichlichen sechs B" (O-Ton des Bürgermeisters) beim Steinacher Neujahrsempfang an diesem Sonntag. Banjo und Snowboard, auf diesem Breitengrad ungefähr liegt das Zukunftsprogramm für Steinach.
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Nach Möglichkeit natürlich soll diese Krankheit der Welt am besten gar nicht oder in möglichst begrenztem Umfang auf Steinach übergreifen. Deshalb, so Kurtz, sei der Kommunalpolitik an einer sehr klaren und realistischen Zielsetzung gelegen. Ein Leitbild solle in den nächsten zwei Jahren entwickelt werden, damit die Stadt Steinach einschließlich ihrer Bürger genau weiß, wo sie hin will und was sie erreichen möchte bis zu ihrem 500-jährigen Jubiläum im Jahr 2019. Die Grundlinien sind dabei bereits umrissen: Steinach möchte sich als Stadt der kreativen Lebensart und des Sports präsentieren. Hier liegt das entscheidende Potenzial, wie schon der Blick auf die "unvergleichlichen sechs B" und die Snowboardfahrer, die über den Marktplatz hüpfen, zeigt. Für größere Industrieansiedlungen hat Steinach schlicht keine Flächen, deshalb sieht die Stadt ihr Arbeitskräftepotential im Dienstleistungsbereich, "besonders im Tourismus", sagt Kurtz. Man sei schon auf dem Weg.
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So will Steinach etwas für seine älteren Bürger tun, denn über allen Zukunftsvisionen schwebt die Idee von der Generationengerechtigkeit. Steinach soll einerseits attraktive Heimat werden für junge Menschen, ein besonderes Augenmerk liegt deshalb auf einer nachhaltige Entwicklung, die zukünftigen Generationen Chancen wahrt statt sie heute schon zu verspielen. Andererseits will die Stadt aber auch vertraute und lebenswerte Heimat bleiben für den wachsenden Anteil ihrer älteren Bürger. Das ist der Spagat, den die Stadt schaffen muss vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung Die Einwohnerzahl nämlich geht zurück. Im Jahr 2009 sank sie um 82 Menschen auf 4305. Diese Schrumpfung ist verbunden mit einer steten Erhöhung des Durchschnittsalters. Höchste Zeit also, die Stadt lebenswert zu erhalten für ältere Menschen und sie gleichzeitig attraktiv zu gestalten für die Jüngeren, damit sie hier bleiben statt abzuwandern.
Auch kleine Schritte können helfen auf diesem Weg. So kündigte Kurtz beim Neujahrsempfang an, dass trotz geringerer finanzieller Spielräume im Jahr 2010 ("Diese unsägliche Krise ist jetzt auch bei uns angekommen.") Steuern und Abgaben in der Kommune nicht erhöht würden. Auch die freiwilligen Leistungen würden vorgehalten. "Sie sind entscheidend für die Lebensqualität." Klare Worte also zum neuen Jahr in Steinach. Draußen glitzerte munter der Schnee. Drinnen griffen bestens gelaunt nach ihrem kreativen Mittagsbier die unvergleichlichen "Bruch Brech Bräzel Big Bier Bichlers" in die Tasten und sahen dabei aus, als ob sie sich gerade für die nächsten 20 Jahre einspielten - wenigstens aber für 2019.












