Steinbach-Hallenberg – Seit acht Jahrzehnten werden im Haseltal organisiert Teckel gezüchtet, wird sich über ihre Haltung ausgetauscht und mit ihnen trainiert. Das Jubiläum nahmen die Mitglieder des Teckelvereins
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Die Ausstellung fand auf dem Hundesportplatz des befreundeten Steinbach-Hallenberger Hundesportvereins im Eckental statt. Dorthin kamen etliche Aussteller und Zuschauer, die sich vom hohen Leistungsniveau der Teckelzucht überzeugen konnten. Insgesamt wurden 14 Hunde verschiedener Teckelrassen gezeigt. Den Tagessieg holte sich „Flora vom Wedelsbachteich“ des elfjährigen Zella-Mehlisers Franz Schmidt.
Anlässlich des Jubiläums besuchten unter anderem Landrat Ralf Luther und der Steinbach-Hallenberger Bürgermeister Christian Endter die Zuchtschau. Es waren aber auch Dietmar Grafe, der Vorsitzende des Thüringer Landesverbandes, und der Ehrenvorsitzende Erwin Niebergall gekommen. Ebenso schauten zahlreiche Mitglieder befreundeter Vereine vorbei. Ältester Gast war der 91-jährige Franz Dittmar aus Springstille, der sich sein Interesse für die Teckelzucht bis ins hohe Alter bewahrt hat.
Dabei war dieses Hobby jahrzehntelang nicht für jeden zugänglich. Denn zu DDR-Zeiten durfte nicht jeder, wie er wollte, züchten. Das war nur im Zusammenhang mit der Jagd gestattet. Heute kommen die Züchter aus allen Bevölkerungsschichten. Die Mitglieder der Teckelgruppe „Haseltal“ kommen nicht nur aus den Orten von Viernau bis Oberschönau, sondern aus der gesamten Region.
Gemeinsam begingen sie nun den 80. Geburtstag des Vereins. Zunächst stand die Begleithundeprüfung für fünf Teckel und ihre Herrchen und Frauchen im Mittelpunkt. Dabei wählte Prüfer Joachim Müller aus Sondershausen unter anderem die Straße ins Gewerbegebiet „Am Schertzer“ als Prüfungsort aus. Dort sollten sich die Dackel im regen Straßenverkehr ohne Probleme führen lassen. Das gelang allen fünf Prüflingen und auch die anderen Stationen zur Unterordnung und zum Gehorsam wurden einwandfrei bewältigt. Als letzte Herausforderung wartete das Herausholen eines Gegenstandes aus dem Wasser auf die Dackel. Das ging bei dem einen oder anderen jungen Hund nicht ganz ohne Überzeugungsarbeit. Während die erwachsenen Tiere die Aufgabe sofort und offensichtlich mit Spaß in Angriff nahmen, scheuten die jüngeren einen kleinen Moment. Doch dann sprangen auch sie mit einem Satz in den Teich neben dem Herges-Hallenberger Sportplatz.
Damit waren die Stationen der Begleithundeprüfung komplett bewältigt. „Alle Prüflinge haben diese erfolgreich bestanden“, konnte Vereinsvorsitzender Klaus Günther zufrieden feststellen. Dabei holten drei den ersten Preis und zwei den zweiten Preis. Tagessieger wurde „Huckleberry vom Wolfsrevier“ aus Bermbach von Wolfgang Marr. Ihren Ausklang fanden die Feierlichkeiten zum Vereinsjubiläum im Viernauer Gasthaus „Alte Schmiede“. Dort veranstalteten die Teckelfreunde einen „Grünen Abend“, an dem auch viele Ehrengäste teilnahmen und noch einmal acht Jahrzehnte Teckelzucht mit allen Höhen und Tiefen Revue passieren ließen. Beim Blick auf die weitere Vereinsarbeit der etwa 30 Mitglieder war Vorsitzender Klaus Günther optimistisch, dass die Zucht der aufmerksamen und treuen Teckel auch künftig eines der schönsten Hobbys bleiben wird. eh


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