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Ressort Sonneberg
Erschienen am 29.09.2007 00:00
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Es bleibt dabei: DSL mancherorts nur über Satellit
Kürzlich berichteten wir über den Kampf von Simone Schwabe um einen effektiven Internetanschluss (Freies Wort vom 22. September). Inzwischen meldete sich das Unternehmen T-Com bei Landrätin Christine Zitzmann (CDU) und bestätigte nochmals, dass ein DSL-Anschluss im Ortsteil Schneidmühle von Oberland am Rennsteig derzeit nicht möglich ist.

HASENTHAL Als Alternative bot man Simone Schwabe einen DSL-Anschluss via Satellit an. „Aber das ist doch mit dem normalen DSL nicht vergleichbar“, bemerkt

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Simone Schwabe
Bild:  
Schwabe. Antworten wie die an die Landrätin kennt Schwabe inzwischen zur Genüge, aber sie gibt sich kämpferisch.

„Es ist doch nicht einzusehen, warum im Nachbarort, die Leute DSL-Anschluss bekommen und wir nicht“, sagt sie. Vor allem stinkt es sie an, dass unbeeindruckt von den technischen Schwierigkeiten, die das Telekommunikationsunternehmen anführt, weiterhin bei ihnen für einen DSL-Anschluss geworben wird. „Das ist doch Menschenverdummung“, schimpft Schwabe.

Der Frust über die Probleme mit DSL-Breitbandangeboten scheint nicht auf Oberland am Rennsteig begrenzt zu sein. Im Internetforum von Freies Wort bestätigte ein User namens „michaelw“, dass dies auch andernorts der Fall sei. Aber die vom DSL-Netz Abgeschnittenen, die vom langsamen Internet Gefrusteten haben sich inzwischen auch im Internet organisiert. Unter der Adresse www.kein-dsl.de haben sie sich inzwischen eine Plattform geschaffen.

Mit der Antwort des Unternehmens möchte sich Schwabe nicht abfinden. „Etliche Nachbarn haben mich inzwischen angesprochen“, erklärt sie. Da müsse doch etwas geschehen. Sie fühlen sich im engen Schiefergebirgstal abgekoppelt von der neuen Informationswelt. Dass sich Landrätin Zitzmann gekümmert habe, das sei gut, aber die Alternativangebote von T-Com sind für Schwabe und ihre Mitstreiter keine Alternativen. Nicht nur, so Schwabe, dass die technischen Möglichkeiten im engen Tal eingeschränkt seien, auch die Kosten seien für sie nicht akzeptabel.

Den Verteilerkasten, von dem aus die DSL-Signale ins örtliche Netz der Gemeinde eingespeist werden, kann sie von der Straße vor ihrem Haus aus sogar sehen. Und genau dieses Detail bringt Schwabe und ihre Nachbarn auf.

„Es kann doch nicht sein, dass wir den Elektrosmog abbekommen, aber dafür keinen Anschluss bekommen“, sagt sie. Das Hin- und Hergezerre der Telekommunikationsunternehmen im Zusammenhang mit dem DSL-Anschluss mache sie einfach fertig. THOMAS SCHWÄMMLEIN

 
 

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