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Suhl - Helau und Narrhallamarsch - die Suhler Narren sind los! Seit Mittwoch 11.11 Uhr steht die Stadt wieder unter närrischer Regentschaft. Der Sturm der Karnevalsvereine auf das Rathaus hatte Erfolg - wenngleich OB Jens Triebel den vom Steinweg vorrückenden närrischen Truppenteilen die Eroberung erwartungsgemäß schwer machte.
Doch die Karnevalisten waren in der Übermacht: Neben den vier Suhler Vereinen SCC, SCV Ikalla, ZCC und DCV marschierte unter den Klängen der Schleusinger Stadtkapelle auch eine Abordnung des Mehliser Carneval Clubs (MCC) auf. Marschmusik, krakeelende Hexen und "Dokter Triebel"-Rufe weckten das Stadtoberhaupt aus dem Behördenschlaf. "Wer stört?" wollte Triebel in Nachthemd und mit Zipfelmütze beim verschlafenen Blick aus dem Fenster wissen. Die Antwort gab lautstark das närrische Volk, das sich zu Hunderten auf dem Marktplatz versammelt hatte. "Wir hätte das bloß häeut gedacht, der klenne Geber ist erwacht", verkündeten SCC-Urgesteine Jochen Rebhan und Werner (Blacky) Hertha.
Hatz durchs Rathaus
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"Tischlein deck dich, Triebel streck' dich" - so heißt das erstmals von den vier Suhler Vereinen gemeinsam gekürte Motto der Kampagne. Und das nicht ohne Grund, formulierte Domagalla doch so einige Vorstellungen zur Stadtentwicklung: "Für die IHK, so ham wir beschlossen, wird eine Immobilie von Rücker erschlossen. In der Aue direkt am Tor zu ons Stadt, man das richtige Haus schon gefunden hat. Ein Symbol für Entwicklung, die Wahl ist getroffen, das Fundament steht und nach oben ist's offen.!" Das Motto sei nicht Wunsch, sondern Befehl: "Sonst holen wir Narren, hurtig zack zack, den großen Knüppel aus dem Sack."
Von den Hexen wurde der entmachtete OB vor das zur letzten Instanz erkorene frühere Amtsgerichtsgebäude geführt. Aus dessen Fenstern verkündeten ihm die Präsidenten ihre ganz eigenen Leitlinien der Stadtentwicklung - von der Ansiedlung des ältesten Gewerbes in Suhl-Nord über einen gläsernen Aufzug am Mittelpfeiler der Haseltalbrücke über dem Simson-Gewerbepark bis zum Nacktbaden im Dietzhäuser Schwimmbad - und die Mottos ihrer Kampagnen.
Bankmanager mit Martinsgans
"Wenn 11 bei Lustig sind" heißt es bei den Ziegenbergern, bei denen Peter Lustig in seinem Bauwagen durch die Programme führt, wie ZCC-Präsident Gunter Hennig ankündigte. "Links, rechts, hie und hä", heißt es in dieser Kampagne bei der Ikalla, ließ Rudi Butkus wissen und Gabi Schalles verkündete für die Dietzhäuser Narren: "Mie hon den Kanal noch lang' nicht voll!". Der SCC wird seine 45. Kampagne unter dem Motto "Kä Furz für ömsonst" feiern, kündigte Präsident Joachim Scheibe an. Man darf also gespannt sein...
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Doch der möchte lieber eine Bank gründen, wie er das närrische Volk nach vollzogener Schlüsselübergabe in gereimter Rede wissen ließ: "In meinen Händen euer Geld - das Zinsversprechen ewig hält."
Die symbolische Übergabe der Martinsgans des SCC - sie kommt traditionell zu Weihnachten einer bedürftigen Familie zu - bildete den Abschluss des "generalstabsmäßig" vorbereiteten Auftakts, der als Appetitmacher für die Suhler Karnevalssaison 2009/2010 ein leckerer Happen war.















