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Ressort Suhl
Erschienen am 16.07.2007 00:00
DREI FRAGEN AN
„Arbeit des Vereins ist einfach sehr gut“
FRITZ FLIEGAUF, passionierter Flieger
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„Arbeit des Vereins ist einfach sehr gut“
Bild:  

SUHL – Fritz Fliegauf gehört zu den Urgesteinen der Suhler Fliegerei und war Tausende von Kilometern über dem Thüringer Wald unterwegs. Und auch, wenn er heute in Wiggensbach bei Kempten lebt, kommt er in regelmäßigen Abständen an seine alte Wirkungsstätte zurück. So auch am Wochenende, als er den Tag der offenen Tür des Suhler Flugsportclubs besuchte. Sebastian Haak sprach mit ihm.

Herr Fliegauf, wie war Ihre Anreise zum diesjährigen „Tag der offenen Tür“ auf den Flugplatz Suhl-Goldlauter?

F. Fliegauf: Ich bin natürlich, wie es sich gehört, hierher geflogen – als Co-Pilot meines Sohnes. Wir haben für die Strecke von Kempten-Durlach bis nach Goldlauter etwa eine Stunde und vierzig Minuten gebraucht, sind mit ungefähr 200 Kilometern pro Stunde geflogen. Es war ein schöner Flug, den ich sehr gerne gemacht habe, wo ich doch extra eingeladen worden bin. Das Schöne an so einer Veranstaltung für Menschen in meinem Alter ist ja, dass man alte Fliegerfreude, Flugschüler und auch Fluglehrer wieder trifft, die man sonst ja gar nicht so häufig sieht.

Im Alter von 83 Jahren fliegen Sie also noch immer. Sie können und wollen es offensichtlich nicht lassen. Unter welchen Bedingungen nehmen Sie noch im Cockpit Platz?

F. Fliegauf: Nach all den Jahren hat mich die Fliegerei nicht losgelassen, das ist richtig. Ich fliege heute noch immer Segelflugzeuge und Motorflieger. Aber eben nur noch als Co-Pilot. Bis zu meinem 80. Lebensjahr hatte ich auch noch Flugschüler, aber das ist inzwischen ja auch schon drei Jahre her. Doch ich fühle mich eigentlich noch ganz fit. Und wenn ich nicht fliege, dann fahre ich eben Auto. Beides will ich noch tun, so lange ich dazu in der Lage bin – also so lange, wie ich noch ins Cockpit steigen kann. Damit das klappt, tue ich auch einiges für meine Gesundheit, ich schwimme viel und wandere. Ich könnte gar nicht anders, denn die Fliegerei war mein Leben. Und sie ist es noch. Auch, wenn es jetzt gerade ein bisschen weniger wird.

Was ist das Besondere am Flugplatz Goldlauter, zu dem Sie ja immer wieder zurück kehren?

F. Fliegauf: Es ist einfach einer der schönsten Flugplätze in ganz Deutschland. Ich kenne wirklich viele und kann das deshalb mit einiger Gewissheit sagen. Die Lage im wunderschönen Thüringer Wald macht ihn zu etwas ganz besonderem. Einmal, weil man als Segelflieger aufgrund der Thermik hier stundenlang am Hang segeln kann. Und zum anderen, weil natürlich die Aussicht eine ganz großartige ist – auch wenn meiner Meinung nach mit einem Flug durch die Alpen zu Hause in Kempten nicht ganz mithalten kann. Das Hochgebirge ist schon etwas beeindruckender. Dafür ist das Miteinander hier ein besseres. Probleme gibt es hier wie dort. Doch der Zusammenhalt, die Vereinsarbeit ist hier in Suhl einfach sehr gut, ich komme immer wieder gern.

 
 

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