SUHL – Es sah nicht so aus, aber als die Motorflieger nach ihrem kleinen Verbandflug tief über den Flugplatz Suhl-Goldlauter brausten, hatten sie eine Geschwindigkeit von gut 150 Kilometern pro Stunde drauf – und begeisterten so die gut 200 Besucher, die sich kurz nach der Mittagsstunde am Samstag nahe des Rollfeldes eingefunden hatten, um bei diesem Tag der offenen Tür des Flugsportclubs Suhl mit dabei zu sein.

Bild: cob
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Letzterer war – das betonten die Veranstalter ausdrücklich – kein Flugplatzfest; obwohl eine gewisse Linie zwischen der traditionsreichen und der neuen Veranstaltung nicht zu leugnen ist. „Ein richtig großes Flugplatzfest werden wir wohl künftig nur noch in größeren Abständen durchführen“, erklärte Erik Kunze, Schatzmeister der Suhler Piloten, am Rande. Zu groß seien die Kosten, mit denen der Verein bei dem Fest regelmäßig in Vorleistung treten müsse. „Um die Sache aber zwischen diesen Festen nicht abreißen zu lassen und eventuell auch neue Mitglieder für den Verein zu werben, wollen wir jedes Jahr zumindest einen Tag der offenen Tür durchführen.“ Auf ein Zeitintervall für Flugplatzfeste habe man sich gegenwärtig zwar noch nicht einigen können, doch werde sich diese um einen Zeitraum zwischen drei und fünf Jahre einpendeln, zeigte sich Kunze überzeugt.
Dabei musste sich die Veranstaltung vom Samstag und Sonntag nicht unbedingt hinter den Flugplatzfesten der vorherigen Jahre verstecken. Denn bis auf die sonst zugekaufte Airshow waren beinahe all jene fliegerischen und sonstigen Attraktionen zu sehen, die man auch von den Vorjahren schon kannte: Segel- und Motorflieger starteten und landeten im steten Takt von beziehungsweise auf der teilweise noch feuchten Wiese, der größte einmotorige Doppeldecker der Welt – eine AN 2 – bot Gästerundflüge an, am Samstagabend kamen im Hangar die Musikfreunde auf ihre Kosten und selbstverständlich war für das leibliche Wohl der Gäste mit Bier, Bratwurst und Kuchen gesorgt.
Nach Angabe von Erik Kunze strömten etwa 700 Besucher am Wochenende zum Flugplatz. Deutlich weniger als sonst üblich. Doch daran habe wohl das hochsommerliche Wetter eine Aktie, das mehr ins Schwimmbad lockte, als auf die grüne, sonnige Wiese. (sh)












