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SUHL – „Wir sind eben gelegentlich mal etwas näher dran am lieben Herrgott – zumindest physisch. Deshalb hat er uns wohl auch dieses tolle Wetter beschert“, so erklärte ein passionierter Segelflieger am Wochenende den Zufall, der dem Tag der offenen Tür des Flugsportclubs Suhl strahlend blauen Himmel und hervorragende Windverhältnisse bescherte.
Denn nicht nur die Flieger selbst – entweder motorisiert, auf die Kraft der Thermik vertrauend oder aber bodenständig und mit Modellen die Lüfte erobernd – hatten so die Gelegenheit, das Wochenende in vollen Zügen zu genießen. „Für die Segelflieger ist das Wetter mit den Hang-Winden nahezu ideal, auch wenn die warme Luft in Verbindung mit der Höhe des Platzes in zirka 590 Metern Höhe für die Motorsegler einen kleinen Leistungsverlust bedeutet“, erklärte Erik Kunze, Schatzmeister des Suhler Vereins, am Rande der Veranstaltung, die guten Bedingungen näher. Und mit den Fliegern genossen auch zahlreiche Besucher die beiden Tage, die ganz ungehindert durch das metallene Tor am Eingang des Flugplatzes schlenderten; zwar nur selten in ganz großen Massen, aber immerhin doch stets und ständig.
Unter ihnen befanden sich auch die beiden Erfurter Horst und Irene Weiß, die eine kleine Ferienhütte in Suhl besitzen und ihren Aufenthalt jenseits des Thüringer Beckens nutzten, nicht nur das Starten und Landen der Flieger – „Schau, da wird der jetzt hochgezogen … Und jetzt hat er sich ausgeklingt“ – zu beobachten.
Magnet: Modellflieger
„Besonders auch die kleinen Modellflieger finde ich ziemlich beeindruckend“, befand Irene Weiß. Bei den sommerlichen Temperaturen verbrachte das ältere Ehepaar geraume Zeit in Suhl-Goldlauter. Mit ihrer Begeisterung für die kleinen Flugzeuge war die Erfurterin indes alles andere als alleine. Denn überhaupt waren die nicht immer ganz kleinen Modellflieger wie schon in den vergangenen Jahren einer der ganz großen Publikumsmagneten.
Dass die Veranstaltung des Flugsportclubs, der seit einigen Wochen mit Thomas Gebhardt einen neuen Vorsitzenden hat, als „Tag der offenen Tür“ und nicht mehr als „Flugplatzfest“ deklariert worden war (Freies Wort berichtete gestern), störte dabei nur wenige Besucher. Immerhin war ein Großteil der fliegerischen und nicht-fliegerischen Angebote für die Gäste mit denen der letzten Jahre identisch.
Am Sonntag schließlich freuten sich die Veranstalter über deutlich mehr Fremdanflüge auf ihren Platz als sonst üblich bei den Festen. Unter Piloten hatte die Veranstaltung offensichtlich eine noch immer ungebrochene Anziehungskraft. (sh)











