Suhl – Bisher hätten nur 26 Suhler von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich mit eigenen Ideen, Hinweisen oder auch Kritiken an der Gestaltung des Suhler Haushaltes zu beteiligen. Darüber informierte gestern Finanzdezernent Erik Reigl im Finanzausschuss. Seine Worte klangen ein wenig deprimierend und wurden von den Finanzausschussmitgliedern ebenso aufgenommen – schließlich betreffen Haushaltsentscheidungen alle Bürger.
Im vergangenen Oktober hat der Stadtrat für die Einführung eines Bürgerbeteiligungshaushaltes grünes Licht gegeben (Freies Wort berichtete). Daraufhin wurde mit einem Kraftaufwand die Broschüre, die versucht, den städtischen Haushalt auf 28 Seiten allgemeinverständlich darzustellen, erarbeitet und mit einer Auflage von 2 500 Stück Druck gegeben. Seit sechs Wochen liegt das kleine Werk vor – fast noch in vollständiger Auflagenhöhe. Das Interesse der Suhler an den Stadtfinanzen und deren Verteilung scheint gedämpft... Dennoch, der Bürgerbeteiligungshaushalt (mit Gewinnspiel) liegt für jedermann und kostenlos an den Rezeptionen beider Rathäuser aus.
Als Konsequenz auf das mangelnde Interesse warfen gestern Ausschussmitglieder erste Ideen in die Runde. Ausschussvorsitzender Reiner Miersch (Die Linke) plädierte dafür, das Thema in einer Sitzung mit den Bürgern öffentlich zu diskutieren. Für Stadtrat Peter Hornschuch (Aktiv für Suhl) war die Meinung der Bürger zum Mitteleinsatz besonders bei Investitionen wichtig. Und Finanzdezernent Reigl regte an, beim nächsten Bürgerbeteiligungshaushalt einige Bereiche auszuwählen und tiefer und verständlicher zu erklären. ru

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