Suhl-Goldlauter – „Ich glaube nicht, dass ich so schnell wiederkomme - zumindest nicht bei diesem Wetter!“, war gestern das Fazit von
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Aus der Nähe des Bodensees kamen die beiden, aus Mengen bei Sigmaringen, wo der Ikarus C42B hergestellt wurde. Dort haben sie ihn abgeholt und wollen damit bis nach Norwegen, zum Käufer der Maschine. „Er konnte es nicht selbst holen – er hat noch keinen Flugschein“, lacht Finn, der schon sechs oder sieben Mal auf diese Art Flugzeuge aus Deutschland in den hohen Norden gebracht hat.
„Aber so etwas ist mir noch nicht passiert. Wir sind jetzt schon seit einer Woche unterwegs und sehr weit sind wir ja noch nicht gekommen. Wenn wieder jemand im Winter ein Flugzeug haben will, werde ich ihm sagen, dass er es auf einem Laster transportieren soll“, entscheidet Finn. Vergangenen Mittwoch sind die beiden nach Mengen gekommen und konnten erst am Montag starten. Die erste außerplanmäßige Landung gab es in Bad Neustadt, dort saßen sie dann wegen schlechten Wetters bis gestern fest. Dann waren sie gerade mal etwas mehr als eine Stunde bis Goldlauter unterwegs. Wenn es aufhört zu schneien und sie wieder starten können, wollen sie in Dänemark und Schweden je noch einen Zwischenstopp zum Tanken einlegen.
Die beiden über 60-Jährigen sind schon ein eingespieltes Team: Finn fliegt seit mehr als 30 Jahren, Ingvar seit mehr als zehn. Und mit der Maschine sind beide gut vertraut: „Die Ikarus ist bei uns sehr beliebt. Sie ist stabil und daher bei fast jedem Wetter zu fliegen. Außerdem lernen unsere Flugschüler auf diesen fliegen und wollen dann am liebsten selbst so einen.“ Doch trotz der guten Eigenschaften musste der Ikarus gestern in Goldlauter landen. „Wir dürfen nur auf Sicht fliegen“, erklärt Finn. Und als die dichten Schneewolken über dem Thüringer Wald auf sie zu kamen, sei der Entschluss zu drehen, ganz schnell gefallen: „Fünf Minuten später und wir hätten mittendrin gesteckt. Und wenn wir die Bergkuppe nicht sehen, wird es eben gefährlich“, beschreibt er. Außerdem gerate der Motor leicht ins Trudeln, wenn Schneelast auf dem Propeller liegt.
So haben die beiden die Gelegenheit, Goldlauter kennenzulernen. „Unsere erste Aufgabe ist es, einen Laden zu finden und einen Besen zu kaufen, um das Flugzeug frei zu kehren“, lachen sie über ihre frisch gewonnene Freizeit. Und danach müssen sie jemanden finden, der ihnen eine Startbahn in den Schnee pflügt: zehn Meter breit und 100 Meter lang müsste sie schon sein. Inzwischen sind sie im Hotel Thüringer Hof untergekommen und warten auf bessere Sicht für den Weiterflug.










