Heidersbach - Die Heidersbacher Kirche - weithin sichtbar
"Aller guten Dinge sind drei", Pfarrerin Reichardt spielt damit auf die dritte Taufe seit Jahresbeginn in dieser Kirche an. In den letzten Jahren habe es mehrere Taufen gegeben, derzeit stagniert die Zahl etwas, "was aber mit der Bevölkerungsentwicklung zusammen hängt, die auch wir spüren", gibt sie Auskunft.
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Festwoche im September
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Nichtsdestotrotz - der kleinen Heidersbacher Kirche stehen große Tage bevor. Die Vorbereitungen der Festlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum laufen auf Hochtouren. Ein solches Jubiläum bedingt geradezu eine Festwoche. Diese beginnt am 13. September und findet am 20. September mit einem Festgottesdienst ihren Abschluss. Mit vielfältigen Veranstaltungen und Begegnungen soll das kleine Gotteshaus gewürdigt werden. Und auch an die Menschen wird gedacht, die es errichtet haben. Noch heute gibt es etliche Nachfahren jener Handwerksleute, die am Bau der Kirche - zunächst als Fachwerkbau, später der rauen Witterung wegen verschiefert - mitgeholfen haben. Pfarrerin Reichardt bezeichnet die Heidersbacher Kirche schmunzelnd als den "Teenager" unter den Kirchen. Entweder ist eine Kirche steinalt oder sehr jung. 100 Jahre, das sei schon ein besonderes Jubiläum. Und auch das Engagement der Heidersbacher für eine Kirche sei ein besonderes gewesen. 1706 wurde der Ort gegründet, 200 Jahre später wurde erst die Kirche errichtet. An ihrem Ziel, eine eigene Kirche zu bauen, so die Pfarrerin, hätten die Einwohner entschlossen und ausdauernd über viele, viele Jahre festgehalten. Schließlich konnte im Herbst 1909 die kleine Kirche auch auf Grund von vielen Bürger-Spenden geweiht werden.
Neben Orgel- und Chorkonzerten ist zur Festwoche 2009 ein vielfältiges Programm geplant. Auch ein Fest für Kinder, die sich spielerisch mit der Geschichte der Kirche befassen und auf Erkundungstour begeben werden. So wollen sie das Kapitel Kirchenglocken historisch näher beleuchten oder der Frage nachgehen, warum die Kirche gerade dort auf dem Hügel ihren Standort hat, nennt Ulrike Reichardt zwei Beispiele. Natürlich soll auch die ältere Kirchenschwester, die Goldlauterer Kirche, in die Jubiläumsaktivitäten eingebunden werden - beispielsweise mit einer Wanderung von Kirche zu Kirche.
Übrigens hat auch ein Benshäuser Paar an der Heidersbacher Bergkirche Gefallen gefunden. Diese haben sie die Kirche für ihre Hochzeit ausgesucht.











