Zella-Mehlis - Die Zuschauer in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula des Heinrich-Ehrhardt-Gymnasiums waren beeindruckt. Nicht minder der Thüringer Autor Herbert Schida, dessen Buch "Im Tal der weißen Pferde" die Sechstklässler ausschnittsweise in einer Theateraufführung darboten.
Mit einer ganzen Projektwoche näherten sich Schüler - und Lehrer - des Gymnasiums Anfang September dem Thema Thüringer Königreich um das Jahr 528 an (Freies Wort berichtete). In dieser Woche entstanden eigene Regiebücher zu ausgewählten Szenen des Buches, aber auch Unterrichtsmaterialien für Geografie oder Kunst. Wissensvermittlung funktioniert auf diese Weise fächerübergreifend sehr gut, ist eine der Erkenntnisse der Initiatorin, Lehrerin Marion Engelmann. Eine weitere ist: "Wir müssen die Schüler nicht immer anschieben." Es sei faszinierend gewesen zu beobachten, welche Ideen und Aktivitäten die jungen Leute in der Woche, aber auch in der Vorbereitung der Theateraufführung entwickelt hätten. Sie entwarfen Kostüme, stellten die Musik für die kleinen Pausen zwischen den einzelnen Szenen zusammen ... Ein besonderes Lob von Marion Engelmann ging an Theresa und Nicola, die als Erzählerteam durch den Abend führten und "ihre Sache ganz toll gemacht" haben.
Für die Pädagogin steht fest: Der Aufwand hat sich gelohnt. Nicht nur wegen des Beifalls von Eltern, Großeltern und Theaterfreunden nach der Aufführung. Nicht nur, weil es weitere Aufführungen - vor Kindergartenkindern im Rathaussaal oder vor Zella-Mehlisern in der Bürgerhausscheune - geben wird. Die Projektwoche und damit lebendige Thüringer Geschichte soll an der Schule Bestand haben und darüber hinaus sogar an andere Gymnasien empfohlen werden. ski

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