Benshausen - Der TSV Benshausen hat Mitarbeitern von E-Plus das Betreten und Befahren des Sportplatzes untersagt und will Anzeige wegen Hausfriedensbruchs stellen, wenn sich der Netzbetreiber nicht daran halten sollte.
Vorsitzender Gerhard Helm richtete gestern ein entsprechendes Schreiben an das Mobilfunkunternehmen, das seit 2006 auf dem Gelände eine 30 Meter hohe Antenne errichten will (Freies Wort berichtete). "Unser Sportverein mit über 300 Mitgliedern sowie fast die gesamte Bevölkerung ist über die Errichtung dieses Mastes sehr besorgt und zutiefst erschüttert, da die konkrete Baumaßnahme zu keinem Zeitpunkt mit uns abgesprochen und auch durch die Gemeinde das bauliche Einvernehmen nicht erteilt wurde. In Absprache mit den Vertretern der Gemeinde lehnen wir deshalb das Bauvorhaben an diesem Standort ab, da der TSV laut Grundbuch Eigentümer dieser Parzelle ist, auf welcher der Funkmast errichtet werden soll. Aus diesem Grunde hätte auch der Gestattungsvertrag vom 30. Januar und 27. Februar nicht unterschrieben werden dürfen", heißt es in dem Brief des Sportvereins, der auch an das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen gesandt worden ist.
Widerspruch eingelegt
Die Behörde hatte schließlich die Baugenehmigung für die Antenne erteilt, gegen die der TSV nun Widerspruch einlegte. Für den Aufbau des Mastes gab es bereits am 16. November 2006 grünes Licht. Weil sich bisher noch kein Bagger auf dem Sportplatz bewegte, wäre die Genehmigung normalerweise am Montag dieser Woche abgelaufen. "Der Netzbetreiber hat uns allerdings am 12. November eine Baubeginn-Anzeige geschickt", sagte Bürgermeister Thomas Keil (VfB) gestern gegenüber Freies Wort. Damit gilt die Baugenehmigung fort.
Proteste angekündigt
Dass es zu einer Errichtung der Mobilfunkantenne kommt, will der TSV mit allen Mitteln verhindern. "Unter allen Sportlern sowie großen Teilen der Bevölkerung gibt es erheblichen Widerstand. Auch eine Bürgerinitiative ist inzwischen aktiv und wendet sich vehement gegen die Örtlichkeit dieses Vorhabens. Wir werden in breiter Front gegen die Errichtung des Mobilfunkmastes an diesem Standort mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln protestieren. Wir nehmen nicht einfach hin, dass ein Ort mit fast 3000 Einwohnern auf diese Art und Weise in Ohnmacht versetzt wird", kündigt Helm an. Der TSV-Chef schlägt E-Plus vor, gemeinsam nach einem alternativen Standort zu suchen, der für beide Seiten eine akzeptable Lösung bietet. Auch er sei für flächendeckende und gut funktionierende Mobilfunknetze. bk










