Es ist zwar erst Halbzeit in Römhild. Man soll den Tag nicht vor
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Nun haben Keramikkünstler mit Fußballgöttern so wenig gemein wie Römhild mit München. Aber: Der FC Bayern kickt nach einjähriger Pause ab September wieder mit in Europas Eliteliga. Und in Römhild schickt sich das Keramiksymposium an, nach 15 Jahren Dornröschenschlaf auf Anhieb wieder in die
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Gesegnet mit langer Tradition und einem ausgezeichneten Ruf, hat der Verein bei der Wahl der Keramiker unglaubliches Gespür bewiesen. Der Belgier Mark Verbruggen sagte zwar kurzfristig ab. Die fünf auserwählten Frauen aber zeigen eindringlich die Vielfalt menschlicher Gedankenwelten. So sehr sich ihre Motivation und ihre Arbeitsweise unterscheidet: Sie eint das Gefühl, in Römhild gut aufgehoben zu sein. Die Atmosphäre beflügelt. Das zeigen die Werke, die in der Halle der Industrieofenfirma Eliog entstehen.
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Neues aus Altem
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Jede Künstlerin drückt dem Symposiumsmotto „Phönix aus der Asche“ einen ganz eigenen Stempel auf. Imposant Elzbietá Grosseová aus Tschechien, seit Jahrzehnten eine der renommiertesten Keramikkünstlerinnen weltweit. Sie zeigt eine Ackerfläche, zerfurcht und
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Einen Gegenpol bildet Stephanie Link aus Niedersachsen. Ihr Kaleidoskop wirkt verspielt, gleichzeitig kühl und ironisch. Sie setzt es zusammen aus Abdrücken von Schokoladenhasen, aus denen sie zuvor eine Gipsform gefertigt hat. „Es steckt das Thema Massen- und Reproduktion darin“, sagt Link, „und ein Kaleidoskop steht dafür, immer wieder ein neues Bild zu erschaffen.“
Neues aus Altem zu erschaffen: Das Prinzip Phönix, des mythischen Vogels, der sich aus seiner eigenen Asche erhebt. „Es gibt soviel Material zu diesem Thema“, sagt die in Berlin wohnende Serbin Danijela Pivaševic-Tenner. Ihre Arbeit nennt sie „Circulus Viciousus“. Ein
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Zeit spielt auch im Werk Gudrun Petzolds eine Rolle. Sie stellt Blütenkapseln in zeitlichem Ablauf her. „Skulpturen sind sehr statisch“, sagt sie, „ich versuche, das Vorher und das Nachher mit aufzunehmen. Man muss sich darauf einlassen, um es zu erkennen.“ Die grobe Idee, fügt sie hinzu, hat sie vorab, „aber die eigentliche Arbeit entsteht beim Tun.“ Noch freier entstehen die Werke von Heidi Preuss Grew. Sie arbeitet an Figuren, die tierische und menschliche Elemente vereinen. Da gibt es zum Beispiel ein Liebespaar sowie eine Gestalt, die sie den „Tragenden“ nennt.
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Tief beeindruckt
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Die Kunstprofessorin aus den USA ist ohne feste Vorstellung gekommen. Sie lässt sich von Römhild und seinen Bewohnern inspirieren.
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Sonntag ab 14 Uhr laden die Künstlerinnen alle Interessierten zum Gespräch in die Firma Eliog in Römhild.






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