Apolda - Drei Wochen nach dem verheerenden Feuer im Zentrum von Apolda sucht die Polizei weiter mit Hochdruck nach den mutmaßlichen Brandstiftern. Bisher wurden rund 180 Menschen befragt. Die 20-köpfige Sonderkommission gehe momentan 17 Spuren nach, die sich aus dem Brandverlauf, Spuren am Tatort und Zeugenhinweisen ergaben, berichtete Polizeisprecherin Steffi Kopp am Dienstag.
Bei dem Brand in der Nacht zum Aschermittwoch waren sechs Wohn- und Geschäftshäuser zerstört oder schwer beschädigt worden, die Polizei sprach von einem Millionenschaden. Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt wegen schwerer Brandstiftung gegen Unbekannt.
Die Aktenordner mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen der Kripo Jena erstrecken sich laut Kopp mittlerweile auf mehrere Meter. Weitere Hinweise erhoffen sich die Ermittler von einem Paar um die 30, das sich am frühen Morgen des 17. Februar am Brandort aufhielt und dort fotografierte. Es wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Bei dem Brand an der Fußgängerzone war ein Mann leicht verletzt worden, elf Menschen verloren ihre Wohnungen. Die Stadt richtete für die Brandopfer ein Spendenkonto ein, auf dem inzwischen mehr als 6000 Euro eingegangen sind. Ein Teil der Innenstadt ist wegen der Gefahr durch die Brandruinen noch immer abgesperrt. (dpa)

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