Berlin/Sonneberg – Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat die Präsentation Thüringens auf der Grünen Woche in Berlin als tolle Leistungsschau gewürdigt. Neben der klassischen Wirtschaft seien Landwirtschaft und Ernährungsbereich ein besonderes Markenzeichen der Thüringer Landschaften, sagte der Regierungschef am Samstag bei einem Besuch des Thüringen-Standes auf der weltgrößten Schau der Agrar- und Ernährungsindustrie. Dies komme auf der Messe gut rüber. Aus dem Freistaat präsentieren Unternehmen traditionelle Produkte von der Bratwurst bis zum Kloß und zum Bier. Mit einem Extrastand zeigt der Landkreis Sonneberg unter dem Motto „Lebenstraum Dorf“ Erfolge der Thüringer Dorferneuerung und Flurneuordnung in der ländlichen Wirtschaft.
Althaus: „Landwirte sind
wahrhafte Umweltschützer“
Althaus war von Jagdhornbläsern empfangen worden und fuhr mit einer alten Kutsche am Landesstand in der Gemeinschaftshalle der Bundesländer vor. Dort bieten mehrere Anbieter regionale Spezialitäten. In einer gemeinsamen Initiative werben die Landkreise Altenburger Land, Rudolstadt/Saalfeld, Weimarer Land und die Weimar GmbH für die Regionen. Der Slogan lautet „Hier ist Thüringen“.
Zu der auf der Grünen Woche von Verbänden und Politikern geäußerten Ansicht, die Landwirtschaft müsse klimafreundlicher produzieren, sagte Althaus: „Ich glaube, dass die Landwirte die wahrhaften Umweltschützer sind. Sie leben ja vom Land.“ Natürlich müsse auch bedacht werden, dass bei einer intensiveren Lebensweise auch die Landwirtschaft neue Methoden anwende. Hier sei auch die Wissenschaft gefordert. „Die Landwirte achten insgesamt sehr bewusst darauf, was sie tun.“ Damit könne auch noch die nächste Generation vom Land leben. Althaus und Agrarminister Volker Sklenar (CDU) wechselten auf der Messe kurzzeitig von der Politik ins Handwerk. Beide machten sich als Helfer im Kochstudio der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft nützlich. Sklenar fordert bei der Durchleuchtung der EU-Agrarpolitik mit der sogenannten Gesundheitsüberprüfung (Health Check) für die Landwirte Verlässlichkeit. Es sei richtig, sich die Agrarprogramme anzuschauen. „Im Moment finde ich es aber etwas verfrüht, da die Programme ja erst seit einem Jahr stehen und laufen“, sagte Sklenar. Die Bauern benötigten Planbarkeit. Die Förderperiode 2007 bis 2013 solle wie geplant durchgezogen werden. Künftig werde die eine oder andere Änderung kommen. „Die Landwirtschaft muss sich einrichten darauf, dass sie stärker als bisher aus eigenen Kräften heraus über den Markt ihre Erlöse erwirtschaftet.“ Dennoch werde es einen gewissen Teil geben, der finanziert werden müsse. dpa/red


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