Rudolstadt/Gera - Nach dem Wirbel um die Rassismus-Vorwürfe von Pfarrer Reiner Andreas Neuschäfer in Rudolstadt hat die Staatsanwaltschaft Gera den Fall nun ad acta gelegt.
Die Behörde hatte wegen Körperverletzung ermittelt, nachdem Neuschäfers Sohn im Fernsehen behauptet hatte, er sei jeden Montag in der Schule verprügelt worden. Der Verdacht habe sich nicht erhärtet, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Mohrmann am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.
Auch gegen die ARD werde nicht weiter ermittelt. Gegen den Sender war wegen dessen Berichterstattung über den Fall Anzeige wegen Verleumdung und Volksverhetzung erstattet worden.
Neuschäfers indischstämmige Frau hatte im April dieses Jahres behauptet, sie und ihre Kinder seien wegen ihrer etwas dunkleren Hautfarbe beschimpft, bespuckt und in einigen Geschäften nicht bedient worden. Daher sei die Familie aus Rudolstadt ins Rheinland geflüchtet. Die Vorwürfe hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt und eine Flut von Schmäh-Briefen ausgelöst. Doch anders als in den Medien hätten sich die Neuschäfers gegenüber der Staatsanwaltschaft in Schweigen über die vermeintlichen Übergriffe gehüllt, sagte Mohrmann. (red/dpa)










