Freies Wort

Kontakt Impressum als Startseite Sitemap
Suche

 
 
Thüringen
 
Leserreisen 2010 fw_leserreisen_2010.jpg
 
Thüringen
 
Leute



Sie befinden sich hier: Home
Ressort Thüringen
Erschienen am 13.01.2009 00:00
Einbruch
Zwei Verdächtige bestreiten den Anschlag
Universitätsleitung: Der Vandalismus im Patentzentrum galt dessen Leiter
ms_paton_sw_130109 Bild vergrößern
Der Leiter des Patentzentrums, Reinhard Schramm, steht in einem der verwüsteten Büros.
Bild: b-fritz.de

IlmenauNachdem das Ilmenauer Patentzentrum in der Nacht zum Sonntag verwüstet wurde, ist das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) heute immer noch mit der Spurensicherung beschäftigt. Wie Sprecherin Anette Schmitt von der Staatsanwaltschaft Erfurt sagte, seien zwei Tatverdächtige vernommen worden. Sie hätten die Tat jedoch bestritten. Bei Hausdurchsuchungen hätten LKA-Beamte ein mögliches Tatwerkzeug gefunden, jedoch keine Utensilien aus der rechtsextremen Szene, so Schmitt.

In dem Gebäude der Universität Ilmenau wurden eine Vielzahl an Büros verwüstet und auch Hakenkreuzschmierereien und antisemitische Parolen an die Wände geschrieben. „Dieser Anschlag richtet sich eindeutig nicht gegen das Patentzentrum, sondern gegen den Leiter Reinhard Schramm“, sagte Universitätssprecher Marco Frezzella gestern. Schramm ist der stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen. Aufgrund des Umfangs der Verwüstungen gehe man von mehr als einem Täter aus. Das Herzstück, der Computerraum, sei unversehrt geblieben.

Entrüstet und schockiert über die Verwüstungen zeigte sich auch die Universitätsleitung. „Unsere Dozenten konnten nicht einmal ihre Unterlagen aus den verwüsteten Büros holen“, sagt die Universitätskanzlerin Margot Bock. Deswegen seien Lehrveranstaltungen ausgefallen und die Forschung unterbrochen worden. Für die Universität sei das natürlich keine gute Werbung.

Einen Zusammenhang zwischen dem Vandalismus und kürzlichen politischen Streitigkeiten an der Universität sahen weder die Kanzlerin noch die Staatsanwaltschaft. Vor wenigen Wochen hatte eine antifaschistische Gruppierung aus Südthüringen Vorwürfe gegen die Universität Ilmenau erhoben, da ein Student Mitglied der rechtsradikalen NPD sei. Ein Gesprächsangebot der Universitätsleitung hatte die Gruppe in der vergangenen Woche jedoch abgelehnt.

Uwe Appelfeller

 
 

Lesezeichen hinzufügen

Zurück Zurück Artikel drucken Drucken    Artikel speichern Speichern    Artikel versenden Versenden Nach ObenNach oben
 
 

Kommentare zum Artikel

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

 
 


 
 
Olympische Winterspiele
Flash-Ticker Winter-Olympiade
 
 
Thüringen
 
Umfrage-Ergebnis

Sollte die CD mit Daten von deutschen Steuersündern gekauft werden?

80,67% - ja, Steuersündern sollte kein Pardon gegeben werden
18,67% - nein, das ist rechtlich sehr fragwürdig
0,66% - weiß nicht

[ Grafik anzeigen ]

 
 
Feuilleton
pl_blende_091209
 


Kontakt Impressum Datenschutz rechtliche Hinweise Öff. Verfahrensverzeichnis