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Der Stromverbrauch der Privathaushalte ist in der Europäischen Union von 1999 bis 2004 um zehn Prozent gestiegen. Abhilfe soll die seit 2005 verabschiedete Ökodesign-Richtlinie schaffen. Diese legt Mindeststandards für energiebetriebene Produkte fest, so auch für Haushaltslampen.
Der Grund für das Glühlampenverbot ist die miserable Lichtausbeute. Denn nicht das eigentliche Leuchten ist die Stärke der Glühlampen, sondern das Heizen. Schätzungsweise 95 Prozent der eingesetzten Energie gehen als Wärme verloren. Nur rund 5 Prozent setzt die Glühlampe in Licht um. Deutlich effizienter und somit stromsparender sind LED- und Energiesparlampen.
Ein Umstieg lohnt sich daher auch finanziell. Für die von der Stiftung Warentest untersuchten Modellhaushalte hieße das: Eine dreiköpfige Familie spart im Schnitt 166 Euro im Jahr. Ein Single hat 64 Euro pro Jahr mehr zur Verfügung.
Welche Lampen eignen sich als Ersatz?
Energiesparlampen in Form stabförmiger Leuchtstoffröhren oder kleinerer Kompaktleuchtstofflampen. Für alle Bereiche gibt es geeignete Modelle: Fürs Treppenhaus mit kurzer Startzeit. Für den Außenbereich solche, die auch bei Minusgraden viel Licht liefern. Und fürs Büro Tageslichtlampen mit guter Farbwiedergabe.
Halogenglühlampen für den Wohnbereich gibt es in drei Formen: mit Schraubsockel als Ersatz für Standard-Glühlampen, mit Stecksockel als Lampe für Niedervoltsysteme mit 12 Volt aus dem Trafo sowie als Lämpchen für normale 230-Volt-Netzspannung in Strahlern, Schreibtischlampen und Deckenflutern. Aber: Nur wenige Modelle sparen Strom. Zur Grundbeleuchtung sind Energiesparlampen besser.
LED-Lampen mausern sich zur neuen Alternative für die Raumbeleuchtung. Einige Modelle gibt es sogar mit Schraubsockel. Ihr Vorteil: Sie erzeugen bei gleichem Stromverbrauch deutlich mehr Licht als Glühlampen. Mit den besten Energiesparlampen können sie aber noch nicht mithalten. Außerdem sind sie noch recht teuer. Ihr Licht ist nicht sehr angenehm.
Halogenmetalldampflampen sind bisher vor allem im gewerblichen Bereich verbreitet. Sie punkten bei der Energieeffizienz: Pro Watt können selbst kleine Lampen fast 100 Lumen erstrahlen lassen. Weiterer Pluspunkt: die gute Farbwiedergabe. Momentan sind diese Lampen jedoch noch sehr teuer.
Untersuchungen der Stiftung Warentest haben ergeben, dass Energiesparlampen ihrem Namen wirklich alle Ehre machen. Das Einsparpotential liege zwischen 44 und 86 Prozent gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe. Der größte Einspareffekt lasse sich beim Umstieg einer vergleichbar hellen Glühlampe auf eine 20 bis 21 Watt Energiesparlampe erzielen. In zehn Jahren betrage die Ersparnis im Schnitt 141 Euro.
Den stromsparende Halogenlampen geben die Warentester nur das Prädikat „befriedigend“. Wenn schon Halogenlampen, dann die 12-Volt-Modelle. Sie verbrauchen im Schnitt 30 Prozent weniger Energie als eine vergleichbar helle Glühlampe und sind damit durchaus eine Alternative. In zehn Jahren sparen die 35 Watt Reflektor-Halogenlampen 17 bis 58 Euro und die 20 Watt Halogenlampen 14 bis 22 Euro.
Übrigens: Leuchtstoffröhren, so die Warentester, sind sogar noch effizienter - sogar inklusive des Stromverbrauchs eines (möglichst elektronischen) Vorschaltgeräts. Wegen ihrer Form geben sie mehr Licht an die Umgebung ab als kompakte Energiesparlampen.
(Quelle: Stiftung Warentest)







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