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Ressort Wirtschaft
Erschienen am 28.08.2009 14:52

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In diesen Etappen vollzieht sich der Abschied von der Glühlampe.
Bild: Stiftung Watrentest
Seit dem 1. September 2009 ist es soweit. 130 Jahre nach Erfindung durch Thomas Edison geht es der berühmten Glühlampe schrittweise an den Kolben. Die ersten Opfer: Innerhalb der Europäischen Union ist der Verkauf matter Glühlampen und klarer Lampen mit 100 Watt und mehr verboten. In den folgenden Jahren jeweils zum ersten September müssen weitere Glühlampen aus den Geschäften verschwinden. Für die „60-Watt-Birne“ geht 2011 im Laden das Licht aus. Einzige Ausnahme: Sehr kleine Lampen mit weniger als 60 Lumen sind bisher nicht im Stufenplan enthalten.

Der Stromverbrauch der Privathaushalte ist in der Europäischen Union von 1999 bis 2004 um zehn Prozent gestiegen. Abhilfe soll die seit 2005 verabschiedete Ökodesign-Richtlinie schaffen. Diese legt Mindeststandards für energiebetriebene Produkte fest, so auch für Haushaltslampen.

Der Grund für das Glühlampenverbot ist die miserable Lichtausbeute. Denn nicht das eigentliche Leuchten ist die Stärke der Glühlampen, sondern das Heizen. Schätzungsweise 95 Prozent der eingesetzten Energie gehen als Wärme verloren. Nur rund 5 Prozent setzt die Glühlampe in Licht um. Deutlich effizienter und somit stromsparender sind LED- und Energiesparlampen.

Ein Umstieg lohnt sich daher auch finanziell. Für die von der Stiftung Warentest untersuchten Modellhaushalte hieße das: Eine dreiköpfige Familie spart im Schnitt 166 Euro im Jahr. Ein Single hat 64 Euro pro Jahr mehr zur Verfügung.

Welche Lampen eignen sich als Ersatz?

Energiesparlampen in Form stabförmiger Leuchtstoffröhren oder kleinerer Kompaktleuchtstofflampen. Für alle Bereiche gibt es geeignete Modelle: Fürs Treppenhaus mit kurzer Startzeit. Für den Außenbereich solche, die auch bei Minusgraden viel Licht liefern. Und fürs Büro Tageslichtlampen mit guter Farbwiedergabe.

Halogenglühlampen für den Wohnbereich gibt es in drei Formen: mit Schraubsockel als Ersatz für Standard-Glühlampen, mit Stecksockel als Lampe für Niedervoltsysteme mit 12 Volt aus dem Trafo sowie als Lämpchen für normale 230-Volt-Netzspannung in Strahlern, Schreibtischlampen und Deckenflutern. Aber: Nur wenige Modelle sparen Strom. Zur Grundbeleuchtung sind Energiesparlampen besser.

LED-Lampen mausern sich zur neuen Alternative für die Raumbeleuchtung. Einige Modelle gibt es sogar mit Schraubsockel. Ihr Vorteil: Sie erzeugen bei gleichem Stromverbrauch deutlich mehr Licht als Glühlampen. Mit den besten Energiesparlampen können sie aber noch nicht mithalten. Außerdem sind sie noch recht teuer. Ihr Licht ist nicht sehr angenehm.

Halogenmetalldampflampen sind bisher vor allem im gewerblichen Bereich verbreitet. Sie punkten bei der Energieeffizienz: Pro Watt können selbst kleine Lampen fast 100 Lumen erstrahlen lassen. Weiterer Pluspunkt: die gute Farbwiedergabe. Momentan sind diese Lampen jedoch noch sehr teuer.

Untersuchungen der Stiftung Warentest haben ergeben, dass Energiesparlampen ihrem Namen wirklich alle Ehre machen. Das Einsparpotential liege zwischen 44 und 86 Prozent gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe. Der größte Einspareffekt lasse sich beim Umstieg einer vergleichbar hellen Glühlampe auf eine 20 bis 21 Watt Energiesparlampe erzielen. In zehn Jahren betrage die Ersparnis im Schnitt 141 Euro.

Den stromsparende Halogenlampen geben die Warentester nur das Prädikat „befriedigend“. Wenn schon Halogenlampen, dann die 12-Volt-Modelle. Sie verbrauchen im Schnitt 30 Prozent weniger Energie als eine vergleichbar helle Glühlampe und sind damit durchaus eine Alternative. In zehn Jahren sparen die 35 Watt Reflektor-Halogenlampen 17 bis 58 Euro und die 20 Watt Halogenlampen 14 bis 22 Euro.

Übrigens: Leuchtstoffröhren, so die Warentester, sind sogar noch effizienter - sogar inklusive des Stromverbrauchs eines (möglichst elektronischen) Vorschaltgeräts. Wegen ihrer Form geben sie mehr Licht an die Umgebung ab als kompakte Energiesparlampen.

(Quelle: Stiftung Warentest)

 
 

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Kommentare zum Artikel

  • von klimaschutzpaket am 28.08.2009 19:35
    Resultate beim Einsatz von Energiesparlampen
    10.000 Euro an Stromkosten wurden beim Einsatz von 474 Energiesparlampen bei 19 verschiedenen Projekten im ersten Jahr der Anwendung bereits eingespart.

    Der Bericht dazu ist auf meinem Weblog der kleinen Zeitung ersichtlich unter:

    http://meinekleine.kleinezeitung.at/999999/stories/350845/

  • von wanderer am 29.08.2009 13:26
    Das grenzt ja schon an Goebbels
    @umweltverschmutzungspaket.

    Wie oft wollen Sie Ihre Erkenntnisse denn noch posten?

    Wieso schreiben Sie nicht mal über den Elektrosmog, die Gesundheitsschädlichkeit, den anfallenden Elektroschrott, und wie viel Energie benötigt wird, um eine Energiesparlampe herzustellen und womöglich noch um die halbe Welt zu kutschen.

    Funzeliges Licht, tatsächliche Lebensdauer viel kürzer als angegeben, ein permanentes Design-Problem, am Schluss Sondermüll - das ist die Alternative, die Wirtschaft und Politik der Glühlampe entgegenzusetzen haben. Und wenn sich der Verbraucher nicht übertölpeln lässt, wird die zwangsweise Einführung der "Energiesparlampe" einfach angeordnet. So läuft das in Europa.

    Und das alles, um ein Klima zu retten, das sich um anthropogenes CO2 einen feuchten Kehricht schert. Willkommen in Absurdistan.

    Ein Glühlampenverbot ist Diktatur.

    WELT-Online 26. August 2009:

    Zitat:



    ...Auf dem UN-Gipfeltreffen der Umweltminister wurde erst im Februar diesen Jahres vereinbart, die technische Nutzung dieses Schwermetalls weltweit zu verbieten. Würde man also hierzulande diesen Beschluss auf UN-Ebene ernst nehmen und in geltendes Recht umsetzen, so wären die heutigen Energiesparlampen schlicht illegal und müssten – wie derzeit die klassischen Glühbirnen – verboten werden...

    Quelle:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article4403627/Auch-Energiesparlampen-wird-es-nicht-lange-geben.html

  • von fuzzi am 29.08.2009 18:16
    Dummheit potenziert, und zwar mehrfach
    Es wird vermutlich nichts eingespart. Vorschaltgeräteherstellung,oft Einweg, wertvolles Kupfer, EMV Störnebel durchs Zerhacken der Netzspannungn die man noch vorher gleichrichten muss, Oberwellenbelastung der Netzschienen, etc, alles was nicht propagiert wird. Wenn etwas wggehört, dann das verblödete Glühlampenverbot und ihre verblödeten Protagonisten. Es ist akadämlicher und professoraler Unfug. Ganz agbesehn von Quecksilber und cadmiumhaltigen Leuchtstoffen. Dieser ganze Scheiss ist nichts weiter als eine grossangelegte Sondermüllproduktion. Ihre politischen Protaganisten am besten gleich wegwählen.

  • von klimaschutzpaket am 30.08.2009 11:03
    @wanderer
    ...wenn ich alles so wie Goebbels mache, dann ist ja (zum Glück)alles bald vorbei.

    ...dass die Glühlampe weitere 130 Jahre leuchten werde...

  • von frawi am 01.09.2009 11:05
    Einschlafprobleme
    "Um mögliche Einschlafprobleme zu vermeiden, würde der 50-Jährige Physiker deshalb eher zu einer rötlich leuchtenden Energiesparlampe im Schlafzimmer raten."
    Also ich persönlich würde ja zum Ausschalten der Lampe raten. Im Dunkeln schläft es sich generell leichter ein...

  • von fuzzi am 01.09.2009 14:41
    @frawi
    Vielleicht mag dr Zürcher ein rötliches Enviroment oder Dessou ?
    ))

 

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