Erfurt - Das Eisenacher Opel-Werk bleibt nach dem neuen Sanierungskonzept des Autobauers erhalten. Es werde allerdings einen leichten Arbeitsplatzabbau geben, weil Stellen von Mitarbeitern, die in Ruhestand gehen, nicht wiederbesetzt werden.
Das kündigte Opel-Chef Nick Reilly am Dienstag in Erfurt nach einem Treffen mit Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) an. Ab 2013 werde mit neuen Modellen wieder in Eisenach investiert. Spätestens dann würde auch der Dreischichtbetrieb wieder aufgenommen. Lieberknecht begrüßte die Entscheidung; über Staatshilfen wollte sie keine Auskunft geben.
Reilly will das Opel-Konzept Ende der Woche der Bundesregierung vorlegen. Dann werde gemeinsam mit den Ländern über mögliche Hilfspakete für den Autokonzerns verhandelt, sagte Regierungssprecher Peter Zimmermann. Es werde keinen Alleingang Thüringens geben.
Das Eisenacher Werk bleibt bei der Opel-Sanierung von Entlassungen verschont. Die Zahl von 300 Stellen, die herumgegeistert sei, sei vom Tisch, sagte Betriebsratschef Harald Lieske am Dienstag nach einem Treffen mit Opel-Chef Nick Reilly in Erfurt. Vorgesehen sei, dass die Stellen von etwa 120 Opel-Beschäftigten mit Altersteilzeitverträgen nicht wieder besetzt werden. Die restlichen 180 Betroffenen sollen auch durch Kurzarbeitsregelungen im Unternehmen gehalten werden. Reilly habe erklärt, er wolle das Facharbeiterpotenzial in Eisenach erhalten. Chancen sieht Lieske im Poker um die Produktion eines Opel-Minis.
Im reinen Produktionswerk Eisenach, in dem bisher ausschließlich der Kleinwagen Corsa gebaut wird, sind etwa 1700 Menschen beschäftigt. Nach Schätzungen könnte ein Wiederbesetzungsstopp bis zu 150 Stellen umfassen. (dpa)











