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Und als die Top-Athleten zwei Tage vor Weihnachten von der ersten Weltcup-Serie in heimische Gefilde zurück kehrten, ging der Kunstschnee langsam zur Neige.
Von dem „weißen Gold“ war Ende vergangener Woche kaum noch etwas übrig geblieben. Doch die vielen Helfer leisteten seit Samstag wieder ganze Arbeit. Sie karrten alle möglichen Schneereserven zusammen und versetzten das weitflächige Stadion-Areal sowie die Strecke in einen wettkampftauglichen Zustand. Das „Wunder von Oberhof“ findet also mit kurzer Unterbrechung seine Fortsetzung - auch dank des erneut zur rechten Zeit einsetzenden Frostesl. Es ist also angerichtet für die besten Skijäger der Welt von Andresen bis Zubrilowa.
Mit der neuen, modernen Arena wird Deutschlands Wintersport-Zentrale nunmehr vollauf ihrem Status als „Biathlon-Klassiker“ gerecht. „Ich bin total überrascht. Allein der ganze Anblick ist überwältigend, denn von dem alten Stadion ist ja fast nichts übrig geblieben“, verteilte Vierfach-Olympiasieger Ole Einar Björndalen schon nach seiner ersten Stippvisite am gestrigen Nachmittag bei Schneefall viel Lob.
Obwohl die einzigartige Hexenkessel-Atmosphäre mit der großzügigen Erweiterung etwas verloren gegangen ist: Spätestens am Sonntag werden sich die Bäume am Grenzadler wieder biegen, wenn wohl fast 20000 Menschen Augenzeugen der finalen Massenstart-Wettbewerbe sein werden. Auch für das Staffel-Rennen der Männer am Vortag sind seit Wochen alle Stadion-Karten vergriffen. Tickets für die Strecke, wo erstmals eine Video-Wand am Birx-Stieg aufgebaut wird, gibt es indes noch für beide Veranstaltungen. Die Zuschauer-Bestmarke datiert aus dem Vorjahr mit insgesamt 52000 Besuchern an fünf Wettkampftagen.
Die deutschen Asse werden natürlich versuchen, bei der Generalprobe für die Weltmeisterschaften im kommenden Winter auf die Euphorie-Welle zu springen. Allen voran die sieben Lokalmatadoren, von denen gleich sechs als Olympiasieger an den Start gehen. Die riesengroße Erwartungshaltung erwies sich jedoch in der Vergangenheit oft als schwerer Rucksack. Einzig Sven Fischer gelang in den letzten Jahren gleich mehrfach der Sprung aufs Podest. Ihm scheint die Luft auf der Oberhofer Höh´ wirklich bestens zu bekommen.


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