«Nach so einer durchwachsenen Saison mit den Medaillen am Ende steht alles auf dem Prüfstand, auch die Erfolge», meinte Sven Fischer, der mit Staffel-Gold und Silber im Massenstart erfolgreichster Thüringer dieser Welttitelkämpfe war. Gleichzeitig blickte er auf das kommende Jahr voraus, wo der Saisonhöhepunkt vor der Haustür stattfinden wird. «Die WM in Oberhof kommt unserem gewohnten Trainingsaufbau eher entgegen als in diesem Jahr.»
Auch bei Kati Wilhelm zielen die Planungen schon auf die Tage vom 6. bis 15. Februar 2004 ab. «Wir müssen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken», meinte sie ob einer heuer nicht ganz so erfolgreichen Saison. «Im nächsten Jahr werden wir sicher wieder bessere Resultate erzielen. Und dann wird es umso schöner sein, in Oberhof auf dem Podest zu stehen», meinte die Bronzemedaillengewinnerin in der WM-Staffel.
Während sich die Athleten also noch Steigerungsmöglichkeiten für das kommende Jahr offen lassen, laufen im Hintergrund die Vorbereitungen für die WM auf vollen Touren. Zweifelsohne haben die Organisatoren in Sibirien die Messlatte für Oberhof, aber auch für Hochfilzen, Austragungsort im Jahre 2005, hoch gelegt. «Doch wir haben in Chanty Mansijsk streckenweise auch Gigantismus gesehen, beispielsweise was die Eröffnungsveranstaltung oder das riesige Stadion betrifft», so Sabine Reuß, Präsidentin des TSV. «Das können und wollen wir nicht nachahmen. Vielmehr wollen wir Oberhof und damit Thüringen als sympathische und gastfreundliche Region präsentieren.»
Bis es soweit ist, soll in Oberhof die weiße Fahne der Internationalen Biathlon-Union (IBU) gehisst werden, die die Organisatoren als Staffelstab von ihren sibirischen Vorgängern erhalten haben. (clf)


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