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Erschienen am 28.03.2007 13:20
EMPFANG DER WINTERSPORTLER
Skisportler und Eiskanal-Flitzer mit Trainern und Technikern in der Heimat begrüßt
VON CLAUDIA FEHSE OBERHOF – Es liegt nur noch wenig Schnee in Oberhof. Der Frühling hält Einzug – auch im Wintersport-Mekka Thüringens. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ein kein olympischer Winter war, der da am Dienstag noch einmal offiziell gefeiert wurde.

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Auch WM-Bronzemedaillengewinner Jens Filbrich musste im Kurpark zahlreiche Autogrammwünsche erfüllen. - FOTO: KÖNIG
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Nur wenige hundert Zuschauer hatten sich vor dem „Haus des Gastes“ eingefunden, um die hiesigen Sportler nach den diversen Wettkampfhöhepunkten der zurückliegenden Wintermonate in Empfang zu nehmen.

Passend zum sonnigen Wetter schallte „I‘m walking on Sunshine“ durch die Lautsprecher, kurz bevor die Athleten eintrafen. Sehr treffend – waren doch die Thüringer auch in diesem Winter wieder überwiegend auf der Sonnenseite des Sportes gewesen. Als erster stürmte Biathlet Sven Fischer auf die Bühne, der kurzerhand sogar zum „Liebling der Nation“ erklärt wurde. „Ich werde auf jeden Fall im nächsten Winter wieder dabei sein – nur in welcher Funktion, das weiß ich noch nicht“, meinte er und ließ damit offen, ob er noch ein Wettkampfjahr dranhängen wird. Angesichts der Sonnenstrahlen hatte sich der „Fisch“ nur eine dünne Strickjacke übers Hemd gezogen. So mutig war Andrea Henkel nicht; vorsichtshalber streifte sich die Weltmeisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin noch eine Winterjacke über, als sie sich den verdienten Applaus abholte.

Einen lustigen Versprecher leistete sich Moderator Jürgen Träber, der die Kufensportler kurzerhand zum „Thüringer Bob- und Schlittenverband für Deutschland“ beförderte. Ganz korrekt ist das zwar nicht, aber völlig falsch eigentlich auch nicht: Immerhin sorgen doch die Thüringer durchgehend für die meisten deutschen Erfolge im Eiskanal. Die Rennrodel-WM 2008 in Oberhof lässt grüßen ...

Den größten Beifall gestern bekam Skilangläufer Jens Filbrich. Auch die Zuschauer hatten offensichtlich keinem so sehr wie ihm die Bronzemedaille über 50 km klassisch bei der WM in Sapporo gegönnt. „Ich wollte einfach nur mein Bestes geben“, meinte dazu der „Fibser“ gewohnt bescheiden.

Einige andere große Namen fehlten. Verletzungsbedingt oder aufgrund von Verpflichtungen in Beruf oder Studium oder auch weil sie ganz einfach ihren Urlaub genießen. Um so herzlicher wurden diejenigen aufgenommen, die gekommen waren. Auch sie werden aber nur eine kurze Verschnaufpause haben, bevor sie wieder ins Training einsteigen. Sie und die Fans haben sicher festgestellt, dass Oberhof auch im Frühling schön ist. Aber der nächste Winter kommt bestimmt – ob mit, ob ohne viel Schnee ...

 
 

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