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Erschienen am 02.03.2009 00:00
Volleyball, Bundesliga
Das Leben ist (k)ein Wunschkonzert
Im Spiel eins nach der Trainer-Entscheidung riss sich der VfB Suhl zusammen und wahrte sein Gesicht
Von Claudia Fehse

Suhl „Wir wollen in den restlichen Spielen dieser Saison

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Demonstrativer Teamgeist: Grit Lehmann (links) machte sowohl in der Annahme als auch im Angriff ein starkes Spiel. Birgit Thumm kontrollierte die VfB-Aktionen aus dem Hinterfeld und verlieh der Mannschaft damit Stabilität.
Bild: frankphoto.de
unser Gesicht wahren“, sagte Maja Adam Ilic. Die Kapitänin des VfB 91 Suhl ging mit gutem Beispiel voran und schickte nach so manchem gelungenen Ballwechsel die Jubel-Faust hinterher.

Eine große Herausforderung war das Spiel gegen Alemannia Aachen, das Suhl entsprechend klar mit 3:0 (25:17, 25:20, 25:14) gewann, natürlich nicht. Aber wenige Tage, nachdem der Verein die vorzeitige Trennung von Trainer Michael Schöps zum Saisonende verkündet hatte, durfte man gespannt sein, wie sich die Mannschaft präsentieren würde. Denn immerhin, so war bei allen Beteiligten zwischen den Zeilen zu lesen, hatten auch die Spielerinnen ihren Anteil daran, dass die vor der Spielzeit mit so viel Vorschusslorbeeren bedachte Zusammenarbeit von Schöps und dem VfB nicht klappte. Aber, das Leben ist kein Wunschkonzert, und so gehen beide Seiten ab Mai wieder getrennte Wege.

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Verantwortung auf alle verteilt

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Zumindest der Wunsch, dass wieder Ruhe einkehren möge, erfüllte sich am Samstag. „Wir wollten mal wieder konstant gut spielen. Das ist uns gelungen“, sagte Natasa Rapajic. Ihr war wieder vom ersten Ballwechsel anzusehen, dass sie den unbedingten Erfolg sucht. Dies ist übrigens bereits die ganze Saison der Fall – genau wie die Tatsache, dass der Rest der Mannschaft nur teilweise mitzieht.

So richtig freuten sich die Suhlerinnen zwar auch gegen Aachen nicht über ihre teilweise sehr schönen Spielzüge – um sich in Ausgelassenheit zu verlieren, war der Gegner allerdings auch zu schwach. Nur wenige Punkte musste sich das VfB-Team richtig erkämpfen. Aachen machte wenig Druck mit dem Aufschlag, auf Suhler Seite war genau das Gegenteil der Fall. Gelang Aachen ein gelungener Angriff, dann meistens nur über Außen. Suhl dagegen variierte viel mehr. Besonders erfolgreich, weil sehr effizient, war wieder das schnelle Spiel über die Mitte, mit der US-Anerikanerin Alesha Deesing. Auch die Annahme von Suhl war seit langem mal wieder sehr konstant, zudem konnten sich hier Grit Lehmann und Birgit Thumm immer wieder erfolgreich in den Angriff einmischen, so dass die Verantwortung auf allen Schultern verteilt war – sie wurde auch von allen gesucht.

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Den Gegner mürbe gespielt

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In den Anfangsphasen der einzelnen Sätze suchten die Suhlerinnen jeweils kurz ihren Rhythmus und setzten sich, als sie ihn gefunden hatten, Schritt für Schritt vom Gegner ab. „In den richtigen Momenten haben wir den nötigen Punkteabstand hergestellt“, freute sich Natasa Rapajic darüber, dass es mal wieder gelang, einen Gegner nachhaltig mürbe zu spielen.

Entsprechend zufrieden war Trainer Michael Schöps. „Wir haben in der Abwehr gut gekämpft und im Angriff den nötigen Druck gemacht“, sagte er. Und Maja Adam Ilic meinte: „Wir wollten dieses Erfolgserlebnis unbedingt.“ Schade nur, dass es der Mannschaft nicht gelang, eine solche Einstellung die ganze Saison über auf dem Feld umzusetzen.

Suhl: Startformation: Krause, Thumm, Lehmann, Deesing, Adam Ilic, Rapajic; Boskovic (Libera) eingewechselt: Cundy, Gomulka, Simmank – Zuschauer: 800

 
 

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